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Mein Technologieradar für 2015

22. April 2015 2 Kommentare

Seit der Veröffentlichung meines ersten Technologieradars ist schon mehr als ein Jahr vergangen. Somit ist es höchste Zeit für einen Rückblick, ein Fazit und die Erstellung der nächsten Version.

 

Was brachte mir der Technologieradar?

Der grösste Pluspunkt für mich war die erzwungene Fokussierung. Ein bewusstes Einteilen von verschiedenen Technologien in die einzelnen Ringe hat mir sehr geholfen. Ganz wesentlich war der Ring Hold, in den alles hinein geht mit dem ich mich nicht beschäftigen wollte. Dadurch konnte ich mich auf die Technologien fokussieren, die ich als wichtig erachte und hatte dennoch genügend Zeit um auch auf Neues reagieren zu können.

Ein einmal erstellter Technologieradar ist kein starres Konstrukt. Wie ein richtiges Radar soll dieser vielmehr auf die Umgebung reagieren und wichtiges hervorheben.
Strukturierte Logmeldungen sind so ein neues Thema, das aus der vagen Idee von “Log as Data” und “Business Event Tracking” entstanden ist und zu einigen Blog Posts führte.

 

Mein neuer Technologieradar

Wie im letzten Jahr habe ich wiederum das Projekt Techradar von Brett Dargan verwendet. Die Ringe sind ebenfalls unverändert und folgen der Idee von ThoughtWorks:

  • Hold (abwarten): Keine neuen Projekte mit diesen Technologien starten.
  • Assess (einschätzen): Genauer hinschauen ob sich daraus etwas entwickelt.
  • Trial (ausprobieren): In kleineren und weniger wichtigen Projekten Erfahrungen sammeln.
  • Adopt (umsetzen): Bereit um in kritischen Anwendungen verwendet zu werden.

Mit der 2. Ausgabe macht es nun auch Sinn zwischen bestehenden und sich bewegenden Themen zu unterscheiden. Die Kreise stehen dabei für unveränderte Technologien, während die Dreiecke Neuigkeiten oder grosse Veränderungen markieren.

Techradar_2015

 

Techniken, Verfahren & Methoden

Techradar_2015_Techniques
In diesem Quadranten gibt es wenige Veränderungen. Das neue Thema der strukturierten Logmeldungen sowie Exploratory Testing sind aus meiner Sicht bereit für den produktiven Einsatz und können bei der Fehlervermeidung und Eingrenzung sehr hilfreich sein. Für die konkrete Umsetzung der strukturierten Logmeldungen in .Net hat sich Serilog als äusserst hilfreich erwiesen, während BugMagnet einem beim Exploratory Testing viel Arbeit abnimmt.

Die Visualisierung von Metriken ist ein Thema zu dem ich noch zahlreiche Abklärungen machen muss. Die Ideen dahinter sind sehr spannend, allerdings führen falsch verwendete Metriken zu grossen Problemen. Daher ist hier besondere Vorsicht geboten.

 

Infrastruktur, Plattformen & Services

Techradar_2015_Infrastructure
Beim letzten Radar zögerte ich noch mit der Empfehlung von RavenDB. Mit Version 3 sind diese Bedenken nun ausgeräumt. Fall ein Projekt eine NoSQL-Datenbank benötigt und darauf mittels C# oder einer REST-API zugreifen will, ist RavenDB meine favorisierte Lösung.

Docker ist ein spannender Ansatz um ganze Systemumgebungen auf Anwendungsebene zu virtualisieren. Diese unabhängigen Container vereinfachen nicht nur den Betrieb, sondern auch die Entwicklung. Mit den Ankündigungen von Microsoft für eine Implementierung auf Basis von Windows dürfte Docker auch bald in der .Net Welt eine grosse Rolle spielen. Somit ist es Zeit für einen genaueren Blick auf Docker.

Konkretes zu SharePoint 2016 wird Anfangs Mai zu erfahren sein. Je nach neuen Funktionen und Verbesserungen könnte SharePoint 2016 ein interessantes Thema werden. Mehr dazu wird man allerdings erst nach der Ignite-Konferenz wissen.

 

Sprachen und Frameworks

Techradar_2015_Languages
Eine sehr grosse Änderung kommt mittels ASP.Net 5 (ehemals ASP.Net vNext) auf die .Net Webentwickler zu. Grundlegende Änderungen in der Projektstruktur, eine komplett auf Mono lauffähige Umgebung und ein eine neue Verteilung der Aufgaben zwischen MVC und WebAPI führen zu einem grossen Lernbedarf. Ob sich dieser lohnt wird nicht zuletzt beim Migrationspfad entschieden. Je aufwändiger es ist eine Anwendung zu migrieren, desto länger werden die alten Versionen verwendet.

AngularJS ist ein Framework mit vielen offenen Fragen. Die inkompatible Version 2 setzt auf TypeScript, den JavaScript-Aufsatz den ich immer noch sehr skeptisch betrachte. Falls AngularJS so gut wird wie manche erhoffen, muss ich meine Position zu TypeScript überdenken. Allerdings könnte AngularJS genauso gut aus meinem Technologiestack fallen…

Bezüglich neuer Programmiersprachen sehen Swift und Go sehr interessant aus, allerdings hat auch C# 6 einige Neuerungen die man nicht verpassen sollte. Daher kann ich derzeit noch nicht abschätzen mit was ich mich am Ende mehr beschäftigen werde.

 

Tools

Techradar_2015_Tools
Balsamiq Mockups und Octopus Deploy sind 2 grandiose Werkzeuge, die einem viel Arbeit abseits der Entwicklung abnehmen. Mit den Mockups in Balsamiq lassen sich Anforderungen und Ideen einfach sammeln, während Octopus das Deployment auf wenige Klicks reduziert.

Entity Framework 7 wird Microsofts nächster Anlauf für einen OR-Mapper. Da erneut grundlegende Funktionen (wie Lazy-Loading) fehlen erinnert einem dies sehr stark an die Einführung von EF 4. Ob der Ansatz eines OR-Mapperers sowohl für relationale wie auch NoSQL-Datenbanken die fehlende Abwärtskompatibilität aufwiegt? Auch hier muss sich erst noch zeigen wie gut die veröffentlichte Version wirklich ist.

Microsoft hat in diesem Bereich in den letzten Jahren sehr viel begonnen und kaum etwas langfristig unterstützt. Durch diese fehlende Kontinuität sind Micro ORMs wie Dapper für mich sehr interessant. Diese kommen ohne grosses Framework aus und liefern einen einfachen Zugang zu relationalen Datenbanken.

 

Fazit

Mit all den Neuerungen in der .Net und Microsoft Welt (Angefangen bei Windows 10 über EF 7 bis hin zu ASP.Net vNext) ist ein eigener Technologieradar aus meiner Sicht unverzichtbar.
Trotz der vielen Unsicherheiten kann man sich so auf einige Neuigkeiten fokussieren und verliert sich nicht in zu vielen Details. Daher kann ich jedem empfehlen sich selber einen Technologieradar zu erstellen. Die dafür investierte Zeit lohnt sich.

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5 Punkte für bessere Präsentationen

Präsentationen und Vorträge vorzubereiten bedeutet meist viel Arbeit. Während Tagen wenn nicht gar Wochen wird an der Vorbereitung intensiv gearbeitet und oft braucht es viel Überwindung um vor das Publikum zu treten. Ich finde es immer schade wenn diese viele Arbeit am Ende in einer Präsentation resultiert, die wegen Kleinigkeiten hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.

Da mir oft die immer gleichen Punkte auffallen, möchte ich heute einige kleine Anpassungen zur Verbesserung zeigen. Weitere Ideen sind als Kommentar sehr willkommen.

 

Keine Wand aus Text

Ein Foliensatz soll die wichtigsten Punkte der Präsentation aufnehmen. Während man über die richtige Balance zwischen Hintergrundinformationen und Stichworten debattieren kann, so sollte doch niemals eine Folie komplett mit Text gefüllt sein. Noch schlimmer ist nur noch diese Folie als Ganzes vorzulesen…

Ist tatsächlich so viel Text notwendig gibt es bessere Alternativen: Sei dies ein Handout, ein eigenständiges Dokument, ein oder mehrere Blogeinträge. Welche dieser Varianten besser geeignet ist hängt stark vom Publikum ab. Alle sind aber besser als die Wand aus Text, die einem entgegen der weit verbreiteten Ansicht auch im Nachhinein nicht hilft die gewünschten Informationen aufzufinden.

 

Lesbare Schriftgrösse

Mit der Wand aus Text geht meist auch eine sehr kleine Schrift einher. Da man viel zeigen will muss halt die Schrift entsprechend klein ausfallen. Die Folge davon sind Folien, die man ab der 2. Reihe nicht mehr lesen kann. Wozu wollte man aber nochmals so viel Text einfügen? Genau, damit das Publikum die wichtigen Informationen lesen kann…

Als einfache Grundregel für Schriftgrössen gilt aus meiner Sicht: Wenn die Schrift auf dem Bildschirm nicht zu gross wirkt ist sie auf der Leinwand viel zu klein. Daher sollte man ruhig 2 Schriftgrade höher einsteigen und je nach Raumgrösse sogar eine noch grössere Schrift wählen. Ein Technikcheck vor der Präsentation kann dann für die Feinabstimmung verwendet werden um auch der hintersten Reihe eine lesbare Folie zu bieten.

 

Lesbare Diagramme und Code

Was für den Text gilt muss auch für Diagramme und Code beachtet werden. Soll anhand eines Diagramms gezeigt werden wie sich gewisse Werte entwickeln, müssen diese vom Publikum auch gesehen werden können. Zu oft wird aber weder im Kontrast noch bei der Farbwahl oder der Liniendicke ans Publikum gedacht…

Düne Linien in Diagrammen lassen sich oft sehr einfach mit einer stärkeren Linie ersetzen. In Kombination mit klar unterscheidbaren Farben ist dies meist alles was nötig wäre. Bei Quellcode geht es sogar noch einfacher: Alles was man in Visual Studio machen muss ist die den Zoomfaktor auf 200% zu stellen oder das kleine Werkzeug ZoomIt verwenden.

 

Zeitraster einhalten

Nur die wenigsten Präsentationen sind so wichtig das man den ganzen Tag danach ausrichtet. Meist ist eine Präsentation nur ein Punkt von vielen der an diesem Tag erledigt werden soll. Ein pünktlicher Start und ein rechtzeitiges Ende der Präsentation sind daher unerlässlich.
Nichts ist mühsamer als ein Präsentator der seine Zeit massiv überzieht und sich in unwichtigen Details verliert. Dies führt nicht nur zu Verspätungen der nachfolgenden Termine sondern geht auch sehr schnell ins Geld…

Besser machen kann man dies in dem man seine Präsentation mit 5 Minuten weniger Zeit plant. So kann man auch auf einige Fragen eingehen und ist nicht bereits am überziehen. Eine Uhr oder ein Wecker hilft ebenfalls dabei die Zeit im Auge zu behalten, falls das gewählte Präsentationsprogramm dies nicht selber anbietet.

 

Live-Coding vermeiden

Auch wenn es einige Leute gibt die ohne weiteres vor Publikum fehlerfreien Code schreiben können, so trifft dies für die meisten Präsentatoren nicht zu. Es gibt wesentlich spannendere Möglichkeiten um eine Präsentation zu gestalten als mit einem vollen Saal Fehler zu suchen…

Code soll ruhig gezeigt werden. Gerade wenn es um Details geht sind Code-Beispiele sehr hilfreich. Allerdings genügt es meistens diese zu zeigen, ohne dafür den Code vor Publikum einzutippen. Will man schrittweise den Code für eine Anwendung ergänzen empfiehlt es sich Git zu verwenden und von einem Commit zum nächsten zu springen.

 

Fazit

Obwohl diese 5 Punkte sehr subjektiv sind können diese doch zu besseren Präsentationen führen. Damit ist zwar noch keine erfolgreiche Präsentation garantiert, doch kommt man so leicht in die Gruppe der angenehmeren Präsentationen.

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AtaraxiS 1.6 veröffentlicht

23. Februar 2015 Kommentare aus

AtaraxiS ist ein kleines Tool zum Verwalten von Passwörtern und zum Verschlüsseln von Dateien. Andreas Müdespacher und ich haben AtaraxiS ursprünglich als Diplomarbeit geschrieben und seither immer weiter optimiert. So läuft AtaraxiS heute nicht nur unter Windows, sondern auch auf Mac und Linux.

 

GUI-Optimierungen für Linux

Unter Ubuntu wurde im letzten Jahr einiges bezüglich der grafischen Darstellung geändert. Dies führte bei einigen Dialogen wie dem Passwort-Generator zu nicht mehr lesbaren Knöpfen. Mit Version 1.6 haben wir alle Darstellungselemente überprüft und so modifiziert, dass diese unter Windows, Linux und Mac wieder funktionieren.

 

Aktualisierungen der Hilfsbibliotheken

Der grösste Aufwand für Version 1.6 ging in die Aktualisierung der Hilfsbibliotheken. Diese helfen AtaraxiS beim Verschlüsseln der Dateien, dem Speichern der Passwörter und bei der Erzeugung der Logmeldungen. Die Veränderungen reichten von nicht mehr unterstützten Methoden über geänderte Konzepte bis hin zu komplett neuen Funktionen zum Lesen von XML-Dateien.

Mit all diesen Arbeiten im Hintergrund steht AtaraxiS nun wieder auf einer aktuellen Basis. Mit dem Build-Server von Travis-CI werden nun bei jeder Änderung die ganzen Entwicklertests automatisch durchgeführt, was ungewollte Veränderungen am Code sehr schnell aufzeigt.

 

Download

Wer sich selber von AtaraxiS überzeugen möchte findet hier die passende Version:

Die Installation beschränkt sich aufs entpacken der Zip / Tar Datei. Dadurch kann man AtaraxiS auch problemlos auf einem USB-Stick entpacken und auf jedem Rechner mit einer JRE laufen lassen.

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Ubuntu: Akustische Signale für länger laufende Befehle

25. Januar 2015 1 Kommentar

So manche Aktion auf der Kommandozeile braucht ihre Zeit. Um zügig voran zu kommen kann man entweder immer wieder nachschauen ob das Programm seine Arbeit erledigt hat oder man bleibt gleich vor dem Computer und wartet. Da man meist besseres zu tun hat sind beide Optionen nicht ideal.

Seit langer Zeit gibt es unter Linux den Befehl beep. Hängt man diesen mit zwei & ans Ende einer Befehlszeile wird zuerst der eigentliche Befehl ausgeführt und am Ende ertönt ein schriller Ton. Auf einem aktuellen Ubuntu kann man das Paket beep zwar nachinstallieren, doch bleibt der Lautsprecher stumm. Das von beep benötigte Kernelmodul ist fehleranfällig und daher in Ubuntu deaktiviert. Man kann zwar immer noch in die Kernel-Module abtauchen und in der Datei /etc/modprobe.d/blacklist.conf die richtige Zeile auskommentieren. Im besten Fall kriegt man einen schrillen Ton zurück und im schlechtesten Fall hat man ein unbrauchbares System. Beides ist es nicht Wert diese Option zu verfolgen.

 

Eine bessere Alternative

Viel angenehmer wäre es wenn ein angenehmerer Ton abgespielt werden könnte. Da mittlerweile jeder Desktop seine eigene Sammlung an Systemklängen und Melodien mitbringt findet man sicher eine Audio-Datei die als Hinweiston deutlich angenehmer ist.

Hat man die passende Audio-Datei gefunden braucht es einige kleine Ergänzungen an der .bashrc. Mit dem Editor seines Vertrauens kann man diese Datei im eigenen Home-Verzeichnis öffnen und am Ende diese Zeilen einfügen:

export BEEP_SOUND=/usr/share/sounds/gnome/default/alerts/glass.ogg
alias beep='paplay $BEEP_SOUND'

Wichtig: Der Pfad zur Audio-Datei muss entsprechend angepasst werden!

Sobald diese Datei gespeichert ist kann man die Einstellungen mittels source ~/.bashrc neu laden (oder ein neues Terminal öffnen). Führt man nun diesen Befehl aus ertönt nach 3 Sekunden der Hinweiston:

$ sleep 3 && beep

So lange der eigentliche Befehl korrekt abläuft und eine 0 als Return-Wert liefert ertönt der gewünschte Ton. Soll dies auch im Fall eines Fehlers passieren muss man noch das Programm wait bemühen:

$ sleep 3 & wait; beep

 

Fazit

Kleine Helfer kommen oft in ganz einfachen Befehlen daher. Nur bis man die richtige Idee oder den passenden Ansatz hat dauert es meist ein wenig länger…

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Rückblick 2014

31. Dezember 2014 2 Kommentare

Die letzten Stunden dieses Jahres sind eine gute Gelegenheit um das Jahr 2014 noch einmal Revue passieren zu lassen. Ich konnte dieses Jahr viel erreichen und noch viel mehr reisen. Grund genug also um nach einer längeren Pause mal wieder einen Jahresrückblick zu schreiben.

 

Ein Jahr des Lernens

Durchs ganze Jahr hinweg zeigte sich immer wieder wie wichtig es ist die Grundlagen zu verstehen. Egal ob es sich ums Programmieren oder um die Projektleitung handelt, wenn man nicht weiss um was es geht verliert man sehr viel Zeit. Die 5 Bücher, die ich anfangs Jahr empfohlen habe, kann ich noch immer jedem Software-Entwickler wärmstens empfehlen. Trotz der schnelllebigen Zeit in der wir uns befinden werden die darin vermittelten Grundlagen auch in einigen Jahren noch von Bedeutung sein.

Deutlich schnelllebiger dürften die Technologien HTML 5 und JavaScript sein. Diese werden uns sicher noch einige Jahre beschäftigen, doch muss man sich bei der rasanten Entwicklung ständig auf dem Laufenden halten. In der ersten Jahreshälfte habe ich mich für die Zertifizierungen 70-480 (HTML5 & JavaScript) und 70-492 (Upgrade MCSD: Web Applications) sehr intensiv damit beschäftigt und trotz meiner langjährigen Erfahrung viel Neues gelernt. Die Code-Beispiele meiner Vorbereitung sind auf GitHub aufgeschaltet und beinhalten einige der neuen Funktionen von HTML 5 die man heutzutage kennen muss.

Git hat sich bei mir mittlerweile komplett durchgesetzt und wird von mir für alle meine privaten Projekte verwendet. Das Setup ist dank Tools wie GitHub for Windows sehr einfach und GitHub selber bietet zahlreiche praktische Funktionen. Die Contributions-Grafik von GitHub ist ein praktischer Hinweisgeber um jeden Tag ein wenig an seinem Code zu arbeiten. Selbst wenn man nicht viel Zeit hat kommt mit einem Commit pro Tag innerhalb eines Jahres doch einiges an Code zusammen:

GitHub_Contributions_2014

 
Der selbst erstellte Technologieradar hat mir beim Fokussieren auf einige ausgewählte Themen sehr geholfen. Durch das bewusste ignorieren gewisser Technologien hatte ich den nötigen Freiraum um mich gezielt mit einigen neuen Themen zu beschäftigen. Sowohl für Xanpan wie auch für strukturierte Logmeldungen hatte ich so genügend Zeit um mich intensiv genug einzuarbeiten um Ende Oktober 2 Präsentationen an der SoftShake zu halten.

Äusserst spannend war auch die diesjährige Norwegen Developer Conference (kurz NDC) in Oslo. Scott Hanselman live zu sehen war ein Höhepunkt der Konferenz. Da viele bekannte Namen vom letzten Jahr fehlten gab es viel Platz für neue Entdeckungen. Die Präsentationen von Venkat Subramaniam, Denise Jacobs, Aral Balkan und Roy Osherove haben diese Lücke mehr als nur gefüllt und sind Grund genug auch 2015 den Weg nach Oslo anzutreten.

 

Ans Nordkap und zurück

Unvergesslich ist auch meine Reise ans Nordkap. Da ich für die NDC schon in Oslo sein würde wollte ich dieses Jahr meine Sommerferien in Skandinavien verbringen. Südnorwegen hat mir letztes Jahr sehr gefallen und nun war der nächste Schritt bis ganz in den Norden zu fahren. Auf der Karte sieht dies sehr einfach aus, doch gibt es da einen kleinen Hacken: Das Projektionssystem stimmt zwar in unseren Breitengraden, aber in Norwegen ist die Abweichung doch beträchtlich.

Was auf der Karte nach einer direkten Verbindung aussieht resultiert in der Realität schnell mal in einem Umweg von 1‘000km für die Strecke Oslo-Nordkap. Daher bin ich durch Schweden und Finnland zum Nordkap gefahren und durch Norwegen wieder in den Süden. Ab Oslo wurde es in der Nacht nur noch kurz dunkel und sobald man über dem Polarkreis ist blieb es auch in der Nacht taghell. Die Mitternachtssonne zu beschreiben ist sehr schwer und um dieses Phänomen richtig zu verstehen muss man es schon erlebt haben.

Skandinavien_2014_16_Nordkapp_019 Skandinavien_2014_16_Nordkapp_017 Skandinavien_2014_26_E6_014 Skandinavien_2014_28_AtlanticOceanRoad_012 Skandinavien_2014_02_Malmoe_004 Skandinavien_2014_05_Vikingskipshuset_003

 

Irland, Schottland und England

An 2 verlängerten Wochenenden ging es dieses Jahr nach Irland. Meine Kamera (eine Canon EOS 6D) war auch hier immer dabei und hielt einige sehr schöne Landschaften fest. Im Frühling besuchte ich mit einigen Kollegen die Cliffs of Moher und den Ring of Kerry , während es im November nach Nordirland ging.

Irland_2014_Maerz_02_RingOfKerry_019 Irland_2014_Maerz_02_RingOfKerry_059
Irland_2014_Maerz_02_RingOfKerry_081 Irland_2014_Maerz_04_ClifsOfMoher_005
Irland_2014_Nov_12_Co_Galway_029 Irland_2014_Nov_12_Co_Galway_016

 

Da ich vor mehr als einem Jahr Tickets fürs Edinburgh Military Tattoo bekommen konnte war ich anfangs August für 2 Tage in Edinburgh. Um nicht nur für 2 Tage so weit zu reisen hängte ich noch eine Woche in London an. Seit meinem letzten Besuch waren 7 Jahr vergangen und ich freute ich darauf mal wieder in den riesigen Parks zu spazieren. Die Parks sind noch da und mit dem Queen Elizabeth Olympic Park kam ein weiterer dazu. Was sich hingegen komplett verändert hat ist die Skyline. Mit all den neuen Hochhäusern erkennt man London kaum wieder.

London_2014_02_MilitaryTattoo_014 London_2014_05_LondonBridge_003
London_2014_06_ViewFromTheShard_003London_2014_06_ViewFromTheShard_006

 

Tolles Team

Auch beruflich lief dieses Jahr sehr gut. Ein grosses Projekt das mich fast 2 Jahre beschäftigt hat konnte pünktlich und innerhalb des Budgets abgeschlossen werden. All dies war nur möglich da ich mich auf unser Team verlassen konnte und wir auch zeitkritische Arbeiten schnell und in sehr hoher Qualität erledigen konnten.
Ohne unsere externen Partner und deren Fachwissen wären wir allerdings nicht weit gekommen. Es war daher eine tolle Erfahrung die zeigte, dass auch grosse Projekte pünktlich sein können.

 

Ausblick auf 2015

Das nächste Jahr wird ebenfalls sehr spannend. Mit einem neuen Entwickler im Team haben wir die Möglichkeit mehr und grössere Projekte selber zu entwickeln. Dies wird in zahlreichen Herausforderungen münden, die wiederum genügen Chancen fürs Lernen und bloggen bieten werden.

 
Ich wünsche allen Lesern viel Glück und Erfolg im 2015!

 

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Kurz-Tipp: Pakete installieren wenn RubyGems nicht läuft

18. Dezember 2014 Kommentare aus

Wenn ein Service immer verfügbar ist macht man sich oft gar keine Gedanken wie man ohne diesen arbeiten kann. RubyGems.org ist so ein Service, der seit ich mich mit Ruby beschäftige, immer wie gewünscht seinen Zweck erfüllt hat. Egal was für ein Gem ich gesucht habe, RubyGems hat immer schnell und zuverlässig die benötigten Abhängigkeiten aufgelöst.

Anfang Dezember war dies für einmal nicht so. Infolge einer grossen DDOS-Attacke auf DNSimple war auch RubyGems.org nicht mehr erreichbar. Und ohne RubyGems.org gab es auch keine Chance mehr eine fehlende Bibliothek zu installieren.

Glücklicherweise liess sich das Problem schnell beheben. Um beim nächsten Ausfall weiterhin Gems installieren zu können beschreibe ich heute 2 mögliche Ansätze.

 

Gemfile anpassen

Nutzt man Bundler um mit einem Gemfile die Abhängigkeiten zu verwalten lässt sich bei einem Ausfall sehr einfach eine andere Paketquelle verwenden. Dazu genügt es die Zeile source mit einer alternativen Quelle zu versehen:

#source 'https://rubygems.org'
source 'http://production.cf.rubygems.org'

 

Neue Quelle hinzufügen

Abseits von Bundler kommt oft der Befehl gem install zum Einsatz. Da es dafür keine projektspezifische Konfigurationsdatei gibt muss man eine alternative Paketquelle für dass ganze System hinzufügen. Dazu kann man diesen Befehl verwenden:

gem sources --add http://production.cf.rubygems.org

Sobald RubyGems.org wieder funktioniert kann man diesen Eintrag nach dem gleichen Prinzip entfernen:

gem sources --remove http://production.cf.rubygems.org

 

Fazit

Ein solch wichtiger Dienst wie RubyGems.org schätzt man erst so richtig wenn dieser nicht mehr läuft. Wenn man aber weiss wie man eine alternative Paketquelle definieren kann muss man auch bei einem Ausfall seine Arbeit nicht unterbrechen.

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Kurz-Tipp: Bildschirmfotos unter Mac OS X erstellen

30. November 2014 Kommentare aus

Eigentlich ist es ganz einfach Bildschirmfotos unter OS X zu erstellen. Aber da es keine extra beschriftete Taste gibt steht man dann doch immer wieder vor der Frage wie die entsprechende Tastenkombination lautet.

 

Ganzer Bildschirm

Um den ganzen Bildschirm zu Fotografieren genügt es die Tasten Cmd + Shift + 3 zu drücken:

Ganzer Bildschirm

 

Bildschirmbereich

Soll hingegen nur ein Bereich des Bildschirms fotografiert werden lautet die Tastenkombination
Cmd + Shift + 4:

Bildschirmbereich

 

Einzelnes Fenster oder in die Zwischenablage

Ein einzelnes Fenster kann man fotografieren indem man nach der Tastenkombination Cmd + Shift + 4 noch die Leertaste drückt:

Einzelnes Fenster

All diese Befehle speichern das Bildschirmfoto als Datei ab. Wenn das Bild allerdings in die Zwischenablage gespeichert werden soll genügt es zusätzlich die Taste Ctrl zu drücken:

Zwischenablage ganzer BildschirmZwischenablage BereichZwischenablage Einzelnes Fenster

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