Was man von der Baruco 2013 gesehen haben muss

Die Baruco (Barcelona Ruby Conference) ist zwar schon fast 2 Monate her, allerdings sind die Videos erst seit letzter Woche alle online. Die Idee pro Tag ein Video zu veröffentlichen ist recht praktisch um fortlaufen die Präsentationen anzuschauen. Wartet man allerdings vor allem auf die zuletzt gehaltene Präsentation ist dies nicht gerade ideal.

Den Organisatoren gelang es eine Top-Liste an Referenten einzuladen die mit viel Freude und Enthusiasmus ihre Präsentationen hielten oder Workshops durchführten. Da aber nicht jeder 2 Tage Zeit hat um alle Videos anzuschauen habe ich die 5 ausgewählt die man unbedingt sehen sollte:
 

Here Be Dragons“ von Katrina Owen (@kytrinyx) handelt nur vordergründig von schlechtem Code. In einer an ein Computerspiel erinnernden Präsentation zeigt Katrina das man nicht ein schlechter Mensch sein muss um schlechten Code zu schreiben. Vielleicht hatte der entsprechende Programmierer ja auch nur einen schlechten Tag oder die Anforderungen änderten sich fortlaufend. Wie man dennoch als Team zusammenarbeiten kann wird ebenso gezeigt wie die dazu passenden Erkenntnisse aus der Spieletheorie.

 

Der 2. Tage wurde von Paolo Perrotta (@nusco) mit der Keynote „Hunters and Gatherers“ eröffnet. Dass Evolution nicht linear verläuft dürfte den meisten wohl bekannt sein. Was für Umwege dabei in Kauf genommen müssen zeigt Paolo anhand des Längenproblems. Die Bestimmung der geografischen Länge beschäftigte die Seefahrt für über 2000 Jahre und war das Problem schlechthin. Dies ist nicht nur eine interessante Geschichtslektion, sondern zeigt auch worauf wir uns in der IT einstellen müssen.

 

Wen man von Regeln spricht denken die meisten an Einschränkungen. Wie daraus auch neue Möglichkeiten entstehen können zeigt Sandi Metz (@sandimetz) in „Rules„. Um Ruby Code zu schreiben empfiehlt uns Sandi diese 5 Regeln:

  • Maximal 100 Zeilen pro Klasse
  • Maximal 5 Zeilen pro Methode
  • Maximal 4 Parameter pro Methodenaufruf (keine Hashes als Umgehungslösung)
  • Nur 1 Instanzvariable pro Rails-View
  • Maximal 2 Klassen pro Rails-Controller Action

Wer sein eigenes Projekt gegen diese Regeln prüfen will findet mit sandi_meter das passende Gem.

 

Matt Wynne (@mattwynne) sprach in „Treating objects like people“ nicht nur über den Stellenwert der Zusammenarbeit aller im Projekt beteiligten Personen sondern auch über Cucumber. Dieses Projekt ist keinesfalls tot. Obwohl es länger recht still war wird nun wieder aktiv entwickelt und für die nächste Version gibt es zahlreiche interne Verbesserungen. Die Hauptentwickler haben die Firma Cucumber.pro gegründet und bieten nun auch Support und Unterstützung für Unternehmen an.

 

Wie man mit Ruby Spiele für iOS entwickelt zeigte Brian Sam-Bodden (@bsbodden) in „iOS Games with RubyMotion„. Dies geht ganz ohne Objective-C und auf einer unglaublich hohen Abstraktionsebene. Die dafür notwendigen Bibliotheken zeigt Brian ebenso wie weitere hilfreiche Werkzeuge um die Levels zu erstellen. RubyMotion ist definitiv ein Projekt das ich mir einmal genauer anschauen werde.

 

Fazit

Die Baruco 2013 war eine sehr spannende Konferenz die mein Interesse an Ruby deutlich gesteigert hat. Die vorgestellten 5 Videos zeigen einen guten Querschnitt der Präsentationen und wer Zeit hat soll ruhig auch ein Blick auf die Präsentationen von Avdi oder Matz werfen.
 

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