Buch-Rezension zu „The Passionate Programmer“


The Passionate Programmer – Creating a Remarkable Career in Software Development“ von Chad Fowler erschien im Mai 2009 bei The Pragmatic Programmers.

 

Wie es der Titel des Buches vermuten lässt, geht es um die Planung der Kariere als Software Entwickler. Die Grundidee des Buches ist es, seine Kariere als sein Geschäft sehen. So wie ein Geschäft braucht auch die eigene Laufbahn Aufmerksamkeit. Dies ist einfacher gesagt als getan. Um dies umzusetzen bietet das Buch eine Reihe von nützlichen Tipps. Je nach Phase in der man sich befindet gibt es andere Herausforderungen. Das Buch trägt dem Rechnung und gliedert sich in diese Teile:

  • Wähle deinen Markt
  • Investiere in dein Produkt
  • Ausführung
  • Marketing
  • Auf der Höhe der Zeit bleiben

Das Buch ist sehr einfach zu lesen. Die 53 Kapitel sind in der Regel zwischen 2 und 5 Seiten lang. Die einzelnen Aspekte werden so sehr kompakt angesprochen. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine Anregung wie man das im Kapitel behandelte Thema umsetzen kann.
Die 4 folgenden Kapitel fand ich sehr wichtig und stelle ich daher kurz vor.

 
Der Schlechteste sein
Das bedeutet nicht, das man eine schlechte Arbeit machen soll. Ganz im Gegenteil. Man soll sich mit Leuten umgeben, die besser sind als man selber. Umgibt man sich mit Leuten die besser sind, färbt dies auf einem ab. Man sieht wie sie Probleme lösen, was sie sich für Gedanken machen und was sie alles Bedenken. Dies gibt einem selber neue Ideen um an Probleme heranzugehen.
Ist man selber Teil der Besten oder sogar der Beste, fehlt diese Herausforderung.

 
Lernen wie das Unternehmen funktioniert
Software soll entweder dabei helfen Kosten zu senken oder Geld zu verdienen. Egal in welchem Bereich man auch tätig ist, eines dieser beiden Ziele ist eigentlich immer der Grund für die Arbeit. Daher ist es wichtig, zu wissen wie das Unternehmen funktioniert und womit es sein Geld verdient. Nur wenn man dies weis kann man im Sinn des Unternehmens handeln. Dieses Wissen gilt es sich anzueignen.

 
Arbeit automatisieren
Unsere Arbeit kostet Geld – viel Geld. Damit wir das Geld wert sind, müssen wir mehr leisten als diejenigen, die für weniger Geld arbeiten. In der Software-Entwicklung gibt es unzählige repetitiven Arbeiten. Da man diese immer und immer wieder macht, sind sie ideale Kandidaten für eine Automatisierung. Die Kosten fallen bei Automatisierung einmalig an und können mit jeder automatischen Ausführung amortisiert werden. Die gleiche Arbeit wird so in kurzer Zeit zu deutlich geringeren Kosten erledigen. Damit steigt nicht nur die Produktivität, sondern man hat auch Zeit um sich interessanteren Arbeiten zu widmen.

 
Keine Panik
Steht man vor einem Problem ist es wichtig, nicht in Panik zu geraten. Panik verhindert das man die richtigen Entscheidungen trifft und das Problem lösen kann. Vorschnelle Aktionen können leicht aus einem Problem ein Desaster machen. Einige Male tief Luft holen und die Ursache abklären bevor man handelt ist ein guter Tipp. Wem dies nicht genügt, kommt vielleicht mit dem Panik-Journal wie es Fowler vorschlägt besser zurecht. Sich im Nachhinein mit den Situationen zu beschäftigen, bei denen man in Panik geriet kann in der Zukunft helfen, diese zu verhindern.

 
Fazit
Chad Fowler bringt zahlreiche gute Ideen in seinem Buch unter. Man selbst muss sich um seine Kariere kümmern, da es sonst niemand macht. The Passionate Programmer geht aber weiter als nur die Kariere zu bedenken. Das was man macht soll man aus Leidenschaft machen. Damit ist dieses Buch auch etwas für Leute, die sich nicht nur um ihre Laufbahn kümmern wollen.

 
Zum Buch
The Passionate Programmer – Creating a Remarkable Career in Software Development“ von Chad Fowler, Mai 2009 bei The Pragmatic Programmers, ISBN 978-1-934356-34-0, 200 Seiten