Silverlight 4 Hands-On Lab

Am 15. Januar besuchte ich das Hands-On Lab zu Silverlight 4 bei Microsoft in Wallisellen. Bisher habe ich nur ein wenig mit den Beispielen zu Silverlight experimentiert. Hier mal ein wenig mit den Komponenten gespielt, da ein wenig Code angepasst. Meine Erfahrungen mit Silverlight waren somit bisher vor allem theoretischer Art. Das Hands-On Lab war daher eine gute Gelegenheit, endlich mehr zu machen als nur ein wenig zu Spielen.

 
Was ist ein Hands-On Lab?
Bei einem Hands-On Lab nimmt man sein eigenes Laptop mit und kann selber die vorgegebenen Beispiele ausführen. Beim Lab zu Silverlight war die Einführung sehr kurz, dafür die Aufgabe umso grösser. Auf 104 Seiten wurde ausführlich beschrieben, wie man eine Silverlight Applikation mit WCF RIA Services baut. Die Applikation nutzt die Nordwind Demo-DB und zeigt die Bestellungen an. Ein Sub-Report ermöglicht die Bearbeitung von Details der ausgewählten Bestellung. Neben dieser Grundfunktionalität gibt es einige kleine Helfer wie die Validierung der Eingabe, einen Busy Indikator beim Laden der Daten, eine Autocomplete-Box für die Suche nach Städten und die Druckfunktion.

Kurzum: Die Applikation des Hands-On Lab ermöglicht einem komprimiert und in sich stimmig die wohl am häufigsten benötigte Funktionalität auszuprobieren.

 
Derzeit noch alles Beta
Sowohl Silverlight 4 wie auch Visual Studio 2010 sind erst in Betaversionen erhältlich. Die finalen Versionen sollten wohl in 3-6 Monaten erscheinen. Mich erstaunte die Geschwindigkeit von Visual Studio. Von 2008 ist man sich einen langsamen Start gewöhnt. 2010 dagegen startet sehr schnell.
In der Beta muss man noch bei fast jeder Aktion im Server-Teil ein rebuild all durchführen. Das lässt sich zwar einfach von Hand machen, doch wenn man dies vergisst, bekommt man nur noch Fehlermeldungen zu Gesicht. Ein automatisches nachziehen der generierten Proxy-Klassen wird die Entwicklung nochmals deutlich angenehmer machen. Zudem stürzt Visual Studio 2010 in der Beta 2 zu häufig ab. 1 Absturz pro 45 Minuten ist auch bei dem schnellen Start einfach noch zu viel. Für eine Beta-Version ist der Gesamteindruck aber schon sehr gut.

 
Fazit
Ich fand das Lab eine gute Erfahrung. Man kann selber im eigenen Tempo arbeiten und stösst man auf Probleme, hat man sehr kompetente Personen im Raum, die einem helfen können. Bei Silverlight gefiel mir wie einfach und vor allem schnell man ein Grid anzeigen konnte. Kein herumschlagen mit Requests, Postbacks oder Session – einfach nur hineinziehen, verbinden und es lief.

Auch die einfache Verwendung von RIA Services hat mich positiv erstaunt. Die Objekte werden zum DB-Schema passend angelegt und man kann damit loslegen. Kein Aufbau von Sessions und keine Proxy-Errors. Werden die Daten im Subreport geändert, wird erst validiert und dann gespeichert. Hat man es dann gespeichert, bleibt es dies auch. Und vor allem wird nicht schon gespeichert, wenn der Benutzer nur etwas im Formular ändert. Somit fällt auch viel von dem Overhead weg, der mich derzeit bei der WebForms-Entwicklung stört.

Silverlight ist definitiv eine sehr interessante Technologie. Und mit Version 4 gibt es einen grossen Schritt nach vorne.

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