Colin McRae: DiRT 2 – eine Review

Colin McRae: DiRT war eines der besten Rally-Spiele. Mit DiRT 2 ist nun seit September 2009 der Nachfolger für die PS3 erhältlich. Die Frage ist nun, kommt DiRT 2 an den Vorgänger heran?

 

Das Positive
Die Grafik ist umwerfend. Auf der PS3 wird aus dem vollen geschöpft und die Autos und Landschaften sind so realistisch wie selten zuvor. Der Sound und die Atmosphäre ist grossartig gemacht und man fühlt sich als sei man wirklich mitten drin.

Die Idee mit der Weltkarte im Trailer ist deutlich interessanter als die Pyramide in DiRT 1. Allerdings sieht die Welt draussen abgesehen vom Hintergrund immer gleich aus.

Die Fahrphysik ist sehr gut. Verliert man seinen Spoiler oder Diffusor spürt man das veränderte Verhalten des Autos sofort. Das driften macht riesigen Spass und man „spürt“ die unterschiedlichen Bodenbeläge sehr gut.

 

Das Negative
Die Autos: So toll sie auch aussehen, so gibt es ein Problem beim Autokauf. Man will ja mit dem verdienten Geld bessere Autos kaufen um seine Chancen auf den Sieg zu erhöhen. Nur hat man von Beginn an ein Auto, das vielen der freischaltbaren Autos überlegen ist. So geht der Reiz verloren, weitere Autos zu kaufen. Man kauft bald nur noch Autos, die einem als Voraussetzung für die Rennen fehlen.

Die Strecken: Die Orte auf der Weltkarte sind zugleich auch die Rennstrecken. Jeder Ort ist zwar sehr unterschiedlich und bietet andere Eigenschaften. Wählt man aber ein Rennen mit mehreren Teilen, wird man die Strecke einmal im Uhrzeigersinn, einmal im Gegenuhrzeigersinn und einmal mit einiger wenigen zusätzlichen Kurven fahren. Somit hat man immer die fast gleiche Strecke vor sich. Immer und immer wieder an dem Ort.

Die Kommentare der Mitfahrer: Diese wiederholen sich leider noch mehr als die Strecken. Wenn man zum X-ten Mal gehört hat das es an diesem Ort heiss ist, regt einem das vor allem auf.
Das Wetter: Das Wetter ist immer gleich: Kein Schnee, kein Regen, die Pfützen sind immer am gleichen Ort und hat man mal alles angespielt, bleibt es bis ans Ende gleich.

Fehlende Auswahl: Je nach Quelle gibt es zwischen 25 und 40 Autos in 7 Kategorien. Das sind angesichts der für Grand Turismo 5 angekündigten 1000 Autos eine mickrige Auswahl. Die 9 Orte sind ebenfalls deutlich zu wenig.

 

Fazit
Die überwältigende Grafik täuscht leider nicht darüber hinweg, das DiRT 2 kein Rally-Spiel mehr ist. Die immer gleichen Strecken mit den immer gleichen Kommentaren trüben sehr schnell den Spielspass.

Beim Spielen dachte ich häufig an DiRT 1 und wie viel mehr Abwechslung die Strecken und Autos boten. DiRT 2 ist ein gutes Autospiel, aber in die Colin McRae Rally Serie passt es nicht hinein. Somit bleibt für mich DiRT 1 das beste Rally Spiel.