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Posts Tagged ‘Software Entwicklung’

5 Bücher die jeder Software-Entwickler kennen sollte

30. Juli 2012 3 Kommentare

Ich werde immer mal wieder nach Buchempfehlungen gefragt. Passende Tipps zu geben ist nicht einfach, da je nach Arbeitsgebiet und Vorwissen ganz unterschiedliche Themen im Blickpunkt stehen. Es gibt aber einige Bücher die ich immer wieder empfehlen kann. Die darin behandelten Themen sind nicht technologiespezifisch sondern behandeln wichtige Konzepte und Techniken. Die 5 Bücher die ich hier nenne ergänzen sich, bieten aber auch für sich alleine einen Mehrwert.

 

Refactoring

Trotz seines Alters ist Refactoring nach wie vor das Standardwerk zur Restrukturierung von Code. Der ausführliche Katalog mit Strategien zur Verbesserung der Codebasis ist aus meinem täglichen Entwicklerleben nicht wegzudenken.

Dies bedeutet keinesfalls dass ich alle darin vorgestellten Methoden auswendig kenne. Aber Refactorings wie das umbenennen von Variablen oder das Extrahieren von Methoden sind Dinge die jeder beherrschen sollte. Diese sind sehr einfachen und verbessern den Code doch enorm.
(ISBN: 978-0-201-48567-7 | detaillierte Rezension)

 
 

The Art of Unit Testing

The Art of Unit TestingRoy Osherove liefert das aus meiner Sicht bisher beste Buch über Unit Testing. Es gibt viele Bücher die gut sind, seine Erklärung von komplexeren Themen wie dem Mocken von Abhängigkeiten ist aber immer noch unerreicht.

Das Buch bietet viele praxisrelevante Beispiele die zeigen wie man auch komplexere Bereiche testen kann. Gerade diese Teile sind in der Praxis meist der Grund weshalb man den Vorsatz Unit Tests zu schreiben aufgibt. Wie bei allem gilt aber auch hier, dass man selber denken muss und Tipps auch kritisch hinterfragen soll.
(ISBN: 978-1-933988-27-6 | detaillierte Rezension)

 

Dependency Injection in .Net

Wendet man Unit Tests konsequent an wird der Code oft modularer. Um diese schön getrennten Teile zu einer Anwendung kombinieren zu können fallen schnell einmal die Begriffe Dependency Injection und Inversion of Control. Das Buch von Mark Seemann liefert einem eine sehr gute Einführung und auch das nötige Hintergrundwissen um eine praxistaugliche Anwendung aufzubauen.

Mir gefällt daran das nicht nur gezeigt wird worauf man achten muss sondern auch wie man merkt dass man auf dem falschen Weg ist.
(ISBN: 978-1-935182-50-4 | detaillierte Rezension)

 
 

Clean Code

Unit Tests, Refactorings und Dependency Injection sind Techniken die den Code sauberer machen. Wenn einem diese Richtung gefällt ist Clean Code von Robert C. Martin der nächste Schritt.

Sein Buch geht den Weg weiter und verbindet verschiedenste Erkenntnisse in der Software-Entwicklung der letzten Jahre zu einem Ganzen. Bei Clean Code ist es aus meiner Sicht aber besonders wichtig das man das Ziel bei all den Regeln nicht aus den Augen verliert. Verständlicher Code sollte immer vor einer in Stein gemeisselten maximalen Anzahl Zeilen für eine Methode gehen.
(ISBN: 978-0-13-235088-4 | detaillierte Rezension)

 
 

Debug It

Trotz Unit Tests wird man immer mal wieder vor einem Bug stehen. Wer gerne alternativen zu mehrstündigen Einsätzen des Debuggers hätte sollte sich dieses Buch anschauen. Paul Butcher liefert mit seinem Buch viele Tipps und Tricks damit man bei der Bugbeseitigung nicht nur im Dunkeln herum stochert.

Das Buch zeigt was die wesentlichen Schritte der Fehlerbehebung sind und worauf man nicht verzichten darf. Ein beherzigen dieser Vorschläge kann einem Stunden bei der Fehlersuche ersparen.
(ISBN: 978-1-9343-5628-9 | detaillierte Rezension)

 
 

Soweit meine Liste von Büchern die ich als „Must-Read“ bezeichne. Ich würde mich freuen zu erfahren was andere Entwickler als unverzichtbare Bücher auflisten.

 

Buch-Rezension zu „Jenkins – The Definitive Guide”

26. September 2011 Kommentare aus

Jenkins – The Definitive Guide” von John Ferguson Smart erschien im Juli 2011 bei O’Reilly. Jenkins ist ein in Java geschriebener Build-Server der von Nightly Builds bis zu Continuous Deployment alles abdecken kann.

[Hinweis: Ich habe dieses Buch über die .Net User Group Bern erhalten, die am User Group Programm von O’Reilly teilnimmt. Wie immer wenn ich über Bücher blogge schreibe ich was mir daran gefällt und was nicht. Dies mache ich unabhängig davon ob ich ein Rezensionsexemplar bekomme oder das Buch selber kaufe.]

 

 

Hudson oder Jenkins?

Ursprünglich war der Build-Server unter dem Namen Hudson bekannt. Nachdem die Spannungen zwischen Oracle (dem Inhaber der Namensrechte) und den Entwicklern immer grösser wurden gab es Anfang 2011 einen Fork. Die meisten Entwickler entschlossen sich das Projekt unter dem Namen Jenkins fortzuführen.

Die meisten Punkte die im Buch erklärt werden gelten sowohl für Jenkins wie auch für Hudson. Da Jenkins aber immer noch jede Woche eine neue Version heraus gibt und Hudson nur alle 1 bis 2 Monate, werden die Projekte langsam aber sicher auseinander laufen. Wer über eine Migration von Hudson nach Jenkins nachdenkt sollte diese möglichst zügig angehen. Wer neu startet und den Support von Oracle nicht benötigt kann gleich mit Jenkins anfangen.

 

Von Nightly Builds zu Continuous Delivery

Continuous Integration (CI) ist mittlerweile ein Begriff mit vielen Definitionen. Für die einen ist CI erreicht wenn man einen Nightly Build hat, für die anderen erst wenn damit auch bei jedem Check-in alle Tests ausgeführt werden. Smart zeigt zu Beginn des Buches dass dies kein Wiederspruch ist. Vielmehr sind es einzelne Phasen in der Verwendung von CI. Er gliedert diese so:

  1. Kein Build Server – Entwickler bauen alles auf ihren eigenen Geräten
  2. Nightly Builds – 1x pro Nacht wird alles auf einem zentralen Server gebaut
  3. Nightly Builds und erste automatisierte Tests nach jedem commit
  4. Erste Schritte mit Code Metriken (wie Testabdeckung und Qualitätskontrolle)
  5. Test-Driven Development und automatisches deployment auf Testsystem
  6. Automatisierte Akzeptanztests und Möglichkeit fürs deployment auf Produktion
  7. Continuous Deployment – wenn alle Tests bestanden sind wird automatisch auf die Produktion deployt

Man muss weder alle Phasen durchlaufen noch diese Reihenfolge einhalten. Hat man das fürs Projekt notwendige umgesetzt kann man jederzeit aufhören – ein automatisches Deployment ist keine Pflicht.

 

Erste Schritte, Installation und Konfiguration

Das Buch führt einem durch alle Schritte die nötig sind um Jenkins zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Neben den verschiedenen und plattformspezifischen Installationsmöglichkeiten wird erklärt wie man Jenkins dazu bekommt mit den gängigsten Versionsverwaltungssystemen (wie Subversion, Mercurial, Git und CVS) zu kommunizieren und E-Mails zu verschicken. Letzteres ist besonders dann wichtig, wenn der Build fehlschlägt – sonst bleibt dies bis zum Release unbemerkt…

 

Build Jobs und automatisches Testen einrichten

Das Kapitel zum aufsetzen der Build Jobs lässt keine Fragen offen. Hat man die Arbeitsschritte mit einem Build-Tool wie Ant oder Maven bereits automatisiert kann man die entsprechenden Projektvorlagen nutzen und braucht nur die jeweiligen Kommandos einzutragen. Es wird aber auch erklärt wie man all die Schritte selber konfigurieren kann, was gerade für Projekte in .Net oder Ruby sehr hilfreich ist.

Die Jobs können zu bestimmten Zeiten, manuell oder nach jeder Änderung in der Versionsverwaltung starten – für alles gibt es wiederum eine detaillierte Anleitung um Jenkins entsprechend einzurichten.

Bei den automatischen Tests will man in der Regel eine Antwort auf 2 Fragen:

  1. Sind alle Tests erfolgreich?
  2. Wie viel Code wird von meinen Tests abgedeckt?

Jenkins führt die Tests aus und gibt die Resultate an Plugins weiter die sich um die Analyse und die grafische Aufbereitung der Resultate kümmern. Auch deren Konfiguration und Einbindung in die Jobs wird wiederum ausführlich erklärt.

 

Jenkins absichern und verteilte Builds

Nach den grundlegenden Themen die jeder Jenkins Benutzer benötigt geht das Buch auch auf weiterführende Themen ein. Hat man nur eine kleine Gruppe die mit Jenkins arbeitet wird man oft nicht gross über Zugangsbeschränkungen nachdenken. Wird dies ein Thema bietet Jenkins dazu verschiedenste Möglichkeiten an, sogar eine Anbindung an Active Directory ist machbar und wird von Smart beschrieben.

Ob man verteilte Builds nutzen will hängt ebenfalls vom Anwendungszweck ab. Dabei ist nicht alleine die nötige Geschwindigkeit eines Servers ausschlaggebend. Der Bedarf nach unterschiedlichen Konfigurationen kann ebenfalls dafür sprechen. Im Buch wird als Beispiel die Durchführung von Integrationstests mit verschiedenen Datenbanken auf verschiedenen Applikationsservern durchgespielt.

 

Build-Tool zur Vereinfachung

Über das ganze Buch hinweg sieht man immer wieder wie kompakt die Konfiguration von Jenkins ist wenn man auf ein Build-Tool wie Maven zurückgreifen kann. Die zusätzliche Konfiguration in Maven ist sehr oft kleiner als was man bei Jenkins einstellen muss um das gleiche Resultat zu erzielen.
Da jeder Entwickler mit dem Build-Tool die gleichen Befehle lokal ausführen kann gibt es nach dem commit auch keine Überraschungen.

Daher sollte man vor man Aufbau eines Build-Servers fragen ob man nicht zuerst die Konfiguration für ein Build-Tool erstellen will. Dieser zusätzliche Aufwand kann sich schnell auszahlen.

 

Braucht es für Jenkins wirklich ein Buch?

Das GUI von Jenkins ist sehr übersichtlich und mit der Online-Hilfe kommt man sehr weit. Wenn man ein Java-Projekt hat das bereits Ant oder Maven nutzt kann man sehr schnell und einfach zu ersten Erfolgen kommen – auch ohne Buch.

Ich nutze Jenkins/Hudson seit mehreren Jahren sowohl für kleine Java-Projekte wie auch für ein grosses Kundenprojekt in .Net. Das Buch lieferte mir etliche Anregungen um die alltäglichen Arbeiten einfacher zu erledigen. Ein klein wenig mehr Aufwand und die Konfiguration ist deutlich flexibler als das was ich in den Jahren des Anwendens selber heraus getüftelt hatte. Für komplexe Aufgaben (wie die verteilten Builds oder eine AD-Anbindung) konnte ich etliche Anregungen holen.

Das Buch ist meiner Meinung nach sehr gut um sich schnell in Jenkins einzuarbeiten. Man kann vom grossen Wissen des Autors profitieren und hat ein kompaktes Nachschlagewerk zu allen Belangen von Jenkins.

 

Was fehlt

Ich hätte gerne noch mehr Informationen zur Konfiguration für Nicht-Java Projekte gehabt. Das Buch hilft einem bei den ersten Schritten, doch weiterführende Teile fehlen danach leider. Nicht jeder will (oder kann) Maven und Ant nutzen. Mehr Informationen und Beispiele zu anderen Build-Tools hätte ich ebenfalls sehr begrüsst.

Leider sind die Konfigurationsbeispiele nicht einzeln herunterladbar. Auf der Webseite des Autors gibt es dafür das ganze Buch als PDF (Open Book mit Creative Commons Lizenz). Über diesen Umweg kommt man dann doch noch an die Beispiele.

 

Fazit

Das Buch bietet sowohl für Neulinge wie auch für fortgeschrittene Nutzer von Jenkins viele Tipps und Praxiswissen um einen Build-Server aufzubauen und ins Entwicklungsprojekt zu integrieren. Wer sich mit Jenkins beschäftigen will sollte unbedingt einen Blick ins Buch werfen.

 

Zum Buch

Jenkins – The Definitive Guide” von John Ferguson Smart, 2011 O’Reilly, ISBN 978-1-449-30535-2, 406 Seiten, Englisch

Buch-Rezension zu “Clean Code”

1. Dezember 2009 5 Kommentare

“Clean Code: A Handbook of Agile Software Craftsmanship” von Robert C. Martin erschien 2008 bei Prentice Hall. Auch wenn die Beispiele in Java sind, ist das Buch jedem Entwickler zu empfehlen. Abgesehen von einigen Kleinigkeiten betrifft die Problematik (mindestens teilweise) auch alle anderen Programmiersprachen.

Das Buch beginnt mit der Erklärung, wieso sauberer Code notwendig ist. Auf längere Sicht ist der Aufwand zur Wartung von verrottendem Code schlicht unbezahlbar. Wenn selbst die kleinste Änderung grossen Aufwand verursacht, bremst es die Entwicklung und die Kosten laufen vollends aus dem Ruder – von den Terminen ganz zu schweigen.

Wer ist nun Schuld an schlechtem Code? Martin sagt unmissverständlich: die Entwickler. Nicht der Teamleiter, nicht das Marketing und nicht der Kunde, sondern die Entwickler. Sie schreiben den Code, also ist es ihre Aufgabe ihn sauber zu halten. Es muss in ihrem Interesse sein, den Code sauber zu halten. Wer schlechten Code schreib nur um die Deadline zu halten wird diese erst recht verpassen.

Martin zeigt in dem Buch auf, wie man zu sauberem Code kommen kann. Er stellt aber auch klar, dass sein Ansatz nicht der alleinig selig machende ist. Andere Ansätze soll man sich ebenfalls anschauen und hinterfragen – genau wie seine.

Das Buch widmet sich dem ganzen Spektrum der Entwicklung und zeigt immer, wie man an der entsprechenden Stelle den Code verbessern kann. Die weiteren Themen sind:

  • Sinnvolle Namen
  • Funktionen
  • Kommentare
  • Formatierung des Codes
  • Objekte und Datenstrukturen
  • Fehlerbehandlung
  • Grenzen
  • Unit Tests
  • Klassen
  • Systeme
  • Emergenz
  • Nebenläufigkeit
  • Schrittweise Verfeinerung

 
Fazit
Um es vorweg zu nehmen: Clean Code bringt keine neuen und revolutionäre Ideen. (Ausser man sieht das konsequente Einfordern von Qualität durch den Entwickler als Revolutionär an) Alles was behandelt wird kann man auch in anderen Büchern finden. Neu ist allerdings, dass alles zusammen in einem Buch vorkommt. Dies macht für mich den Wert dieses Buches aus. Sollte die Zeit für Weiterbildung so kurz sein, dass man nur ein Buch pro Jahr lesen kann, ist Clean Code eine sehr gute Wahl. Neben der Themenvielfalt hilft es einem produktiver zu werden und besseren Code zu schreiben.

Wie es Martin aber auch selber schreibt: man muss die Vorschläge als Vorschlag sehen und nicht als einzig richtigen Weg. Das Agil im Titel hätte man weglassen können. Die Handwerkskunst ist nicht auf die agilen Vorgehensmodelle limitiert und schreckt manchen Leser wohl eher ab.

 
Zum Weiterlesen
Wem die Ideen von Martin gefallen, sollte sich die Initiative Clean Code Developer anschauen.

 
Zum Buch
Clean Code: A Handbook of Agile Software Craftsmanship von Robert C. Martin, 2008 Prentice Hall International, ISBN 978-0-13-235088-4, 464 Seiten

Braucht es Bugtracking noch?

23. Oktober 2009 Kommentare aus

Ilker Cetinkaya bloggte zu dem Thema und kam zum Schluss, dass Bugtracking heutzutage unnötig sind. „Aber sicher braucht es dies noch!“ war mein erster Gedanke. Ich las darauf hin nochmals seinen Beitrag und dachte ein wenig länger über seine Argumente nach.

Heutige Projekte meint bei ihm Projekte, die ein agiles Vorgehensmodell haben, TDD und CI in vollem Umfang nutzen und generell gemäss Clean Code Developer die Qualität hochhalten.
Bugs werden so weit wie möglich durch Unit Tests verhindert und wenn ein Bug durchkommt, wird dessen Behebung mit einer dem Kundennutzen entsprechenden Priorität versehen. Entweder wird dieser gleich behoben oder verworfen, falls er nicht wichtig ist.

Außerdem: Gefühlt implementiert nahezu jeder, der was auf sich hält seine Software mit agilen Methoden und Praktiken. Scrum und XP sind schon längst angekommen; und mit TDD und Clean Code wir bewegen uns auf einem hohen Niveau, oder nicht?

Das wäre schön. Das was „jeder“ macht wird zwar oft agil genannt, doch ist es das wirklich? Oder ist es nicht eher ein Etikettenschwindel?

Bei mir läuten die Alarmglocken. Ich höre schon die Leute sagen, dass man als agiles Projekt generell kein Bugtracking braucht. Genau so wenig wie Dokumentation. Oder eine Planung. Doch nur weil man die Dokumentation weglässt, ist man noch lange nicht agil!

Bei länger laufenden Projekten hat die Nachvollziehbarkeit eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Die Entwickler-Teams ändern gleich wie die Kundenvertreter, neue Leute kommen und gehen. Ein Bugtracking hilft da schon abgeklärte Probleme nicht ständig wieder von vorne behandeln zu müssen. Die Erarbeitung von Workarounds kann da vielleicht ebenfalls abgelegt werden, gleich wie die Anleitung zur Reproduktion des Bugs oder einer Begründung, wieso man auf die Fehlerbehebung verzichtet.
Das macht natürlich auch nur dann sinn, wenn man die offenen Bugs abarbeitet. Einfach mal aufnehmen und dann jahrelang nicht bearbeiten kann nicht der Sinn der Sache sein. Das liegt aber nicht per se am Bugtracking, sondern wie man damit arbeitet.

Bugtracking lässt sich mittels Software vereinfachen. Wie man Bugs (und Feature Requests) aufnimmt und bis zur Erledigung ablegt, muss zum Projekt passen. Bugtracker sind da eine Möglichkeit, die bei der Verfolgung der Bugs helfen. Aber je nach Projektgrösse genügt auch eine Textdatei oder ein Wiki.
Ein halbwegs brauchbarer Bugtracker sollte einem auch beim Auswerten der Bugs helfen. Kann man auf Klassen- oder zumindest auf Komponentenebene die Bugs kategorisieren und auswerten, sieht man wo man bessere Tests schreiben muss.
Zu wissen wo die Qualität nicht den Anforderungen entspricht ist auch bei Legacy-Code sehr hilfreich. Dort fehlt es ja meistens an Unit Tests. Kann man mit gezielten Verbesserungen genau dort ansetzen, hat am Ende auch der Kunde etwas davon.

Für mich ist Bugtracking daher wichtig. Wie bei allem stellt sich auch da die Frage, wie viel Aufwand man betreiben will. Es ist sicher nicht der Sinn der Sache, die ganze Zeit nur Bugs zu erfassen und dann keine Zeit für deren Behebung zu haben. Wie man die Kunden informiert und wie man die Bugs abarbeitet liegt nicht per se am Bugtracking, sondern wie man dies definiert und lebt.

In der Zwischenzeit fand ich eine Antwort von Golo Roden zum Post von Ilker Cetinkaya. In seinem Blogpost gibt es weitere gute Aspekte zur Begründung von Bugtracking.

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