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Stolperfallen bei der Installation von SharePoint 2013

9. Februar 2013 5 Kommentare

SharePoint 2013 lässt sich ganz einfach installieren. Es sei denn man wählt eine falsche Option. In dem Fall endet man in einer Sackgasse aus der man kaum mehr herausfindet.

 

Niemals als Stand-alone installieren


Der Installationsdialog von SharePoint 2013 bietet gleich zu Beginn eine Auswahlmöglichkeit für den Server Typ:

  • Complete für den Produktiveinsatz
  • Stand-alone für Tests und Entwicklung

Egal in welchem Szenario man SharePoint nutzen will, man muss unbedingt die komplette Installation auswählen.

Bei meinem ersten Versuch wählte ich leider die Option „Stand-alone“. Die Installation läuft ohne Probleme durch und man kann am Ende gleich den Configuration Wizard starten lassen. Auch der beginnt wie gewohnt zu arbeiten. Bis dann plötzlich ganz spezielle Fehlermeldungen kommen:

„The SDDL string contains an invalid sid or a sid that cannot be translated“

Googelt man nach dieser Fehlermeldung findet man sehr viele Tipps. Irgendwann hat man die alle durch und jeder DB-User verfügt über alle möglichen Berechtigungen. Nur bleibt das Problem bestehen. Aus meinem Bekanntenkreis bekam ich den Tipp diese Übung abzubrechen, von vorne zu beginnen und „Farm“ oder „Complete“ als Installationstyp zu wählen. Damit war dieses Problem dann auch gehoben.

Martin Hinshelwood bringt es in seinem Blogpost auf den Punkt:

Everyone makes this mistake once so please take note… never… ever… select “Stand-alone” install option.

 

Installation mit lokalen Benutzern


Damit SharePoint 2013 voll funktioniert benötigt es für die Installation Domänen-Accounts. Der AD-Controller darf aber nicht auf dem gleichen System laufen wie SharePoint. Für ein produktives System ist dies kein Problem. Will man aber eine Entwicklungs- oder Testumgebung in einer virtuellen Maschine erzeugen sieht es anders aus.

Man kann nun entweder eine zusätzliche VM fürs Active Directory aufbauen oder einen Account aus dem (Firmen-) AD benutzen. Wenn man auf einige Features wie die Volltext-Suche verzichten kann gibt es noch eine weitere Möglichkeit: PowerShell.

Dazu startet man die Management Shell von SharePoint 2013 als Administrator und führt diesen Befehl aus:

New-SPConfigurationDatabase

Es folgen einige Fragen die man beantworten muss und in wenigen Minuten wird die Konfigurationsdatenbank für SharePoint erzeugt. Nun muss noch einmal der Configuration Wizard ausgeführt werden und schon läuft ein (fast vollständiger) SharePoint 2013.

 

Fazit


Wählt man den falschen Server-Typ wird aus einer einfachen Sache wie der Installation von SharePoint schnell ein ausgedehntes Abenteuer. Aber selbst wenn man die richtige Option wählt warten weitere „Gefahren“. Für die erste Installation von SharePoint 2013 sollte man daher genügend Zeit einplanen.

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3 Helfer für die SharePoint-Entwicklung

24. Januar 2013 1 Kommentar

SharePoint bietet als Entwicklungsplattform viele Möglichkeiten. Will man sich als Entwickler in dieses Gebiet einarbeiten kämpft man aber sehr bald mit einer Black Box. Was läuft nun eigentlich genau in meinem SharePoint? Wie bekomme ich das Paket an die richtige Stelle? Und wieso funktioniert mein Code nicht?

Einige dieser Fragen kann man mit den richtigen Werkzeugen beantworten. Mir haben die hier vorgestellten Tools in den letzten Monaten oft geholfen. Da ich nicht mehr auf diese Helfer verzichten möchte könnten diese auch für andere Entwickler interessant sein.

 

ULS Viewer


SharePoint schreibt viele Logmeldungen. So viele und vor allem so lange das man diese in einem Texteditor kaum vernünftig anschauen kann. Da auch Exceptions und deren Stacktrace in nur einer Zeile ausgegeben werden gilt es sich zudem an ein neues Ausgabenformat zu gewöhnen. Oder aber man nimmt ein dafür optimiertes Tool.

Der ULS Viewer hilft einem die Flut an Logmeldungen zu kontrollieren und bietet viele hilfreiche Funktionen:

  • Filtermöglichkeit nach Priorität
  • Tabellarische Darstellung mit der Möglichkeit die Spaltenbreite zu verändern
  • Anzeige von Exceptions und Stacktraces mit den bekannten Zeilenumbrüchen
  • Neue Meldungen werden ohne Unterbruch unten angefügt
  • Automatisches anzeigen der neusten Meldungen (AutoScroll)
  • Zusammengehörende Meldungen lassen sich gruppieren

ULS Viewer

Wichtig: Obwohl der ULS Viewer von Microsoft kommt gibt es dafür keinen Support.

 

CKS Plug-In für Visual Studio


Das Community Kit for SharePoint (oder kurz CKS) ist eine Sammlung von Best Practices, Vorlagen und Tools. Für Visual Studio gibt es mit CKSDev eine Erweiterung die dies alles installiert und an den richtigen Orten zur Verfügung stellt. Zur Installation genügt es über TOOLS / Extensions and Updates nach “CKSDev” zu suchen und das Paket zu installieren.

Neben den Vorlagen wird unter anderem auch eine Erweiterung für das Kontextmenü im Solution Explorer installiert. Klickt man nun auf ein SharePoint-Projekt erscheint der Punkt Quick Delploy (CKSDev):

CKSDev

Im obersten Teil dreht sich alles ums Installieren des Paketes. Mit einem Klick kann man nun sowohl ins SharePoint Root wie auch in den GAC deployen. Voraussetzung dafür ist das der SharePoint Server auf dem gleichen Gerät/VM läuft (für die Entwicklungsumgebung ist dies eh eine zwingende Voraussetzung).

Der mittlere Bereich liefert häufig verwendete Befehle rund um den IIS. Für ein iisreset muss man nicht mehr extra ein Konsolenfenster öffnen. Es genügt den entsprechenden Menüpunkt auszuwählen oder die Tastenkombination Alt+R, I zu verwenden.

Für mich war das Anhängen des Debuggers an die einzelnen Prozesse äusserst hilfreich. Diese Funktionen sind im untersten Teil untergebracht und fürs Aufspüren von Problemen Gold wert.

 

SharePoint Manager


Mit dem Deployment, den Möglichkeiten des Debuggers und dem anschauen der Logmeldungen kommt man weit. Hin und wieder genügt dies aber nicht. Wenn man wissen muss was im SharePoint für Objekte vorhanden sind muss man irgendwie hineinschauen können. Die Bordmittel helfen einem dabei leider nicht weiter.

Den Blick hinein ermöglicht der SharePoint Manager. In einem Baum werden alle Objekte die in einer SharePoint-Instanz vorhanden sind angezeigt. Beginnend bei der Farm kommt man über die Web-Applikation zu den Seiten und findet dort unter anderem die Listen, Felder und Content Types. Benötigt man eine GUID eines Feldes findet man diese neben allen anderen Angaben in den Eigenschaften.

SharePoint Manager 2010

Auch wenn ich eine Suchfunktion vermisse so liefert der SharePoint Manager doch eine Fülle von wichtigen Informationen.

 

Weitere Tools?


Soweit die Tools die mir schon oft geholfen haben. Wenn jemand weitere Werkzeuge empfehlen kann würde ich mich über einen entsprechenden Kommentar freuen.

 

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