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Posts Tagged ‘OpenStreetMap’

Karte von OpenStreetMap auf eigenem (Garmin) Navi nutzen

24. September 2011 3 Kommentare

Die Karte von OpenStreetMap kann man auch auf dem eigenen Navigationsgerät nutzen. Je nach Hersteller ist dies mit mehr oder weniger Arbeit verbunden. Bei Garmin genügt es eine Datei ins richtige Verzeichnis zu legen – sobald man sich für eine Karte entschieden hat.

 

Karte finden

Der wohl zeitaufwendigste Arbeitsschritt ist die Suche nach der passenden Karte. Dabei kommt es vor allem darauf an was man mit der Karte machen will. Nutzt man diese nur im Auto braucht es eine gute Darstellung von befahrbaren Strassen. Als Wanderer will man lieber wissen mit welchem Pfad man am schnellsten zum Ziel kommt. Höhenlinien sind für die einen sehr wichtig und für andere im flacheren Gelände nur störend.

Im Wiki von OpenStreetMap gibt es eine Übersichtsseite mit Links zu allerlei Karten. Diese sind nach Gebiet sortiert und meist mit einem Hinweis zum angedachten Benutzerkreis ausgestattet. (Ich selber nutze im Moment die Karte „Schweiz“ von Kowoma.)

 

Installieren…

Garmin liefert mit seinen Navigationsgeräten das Tool MapSource mit. Neben vielen praktischen Funktionen kann man damit auch Karten installieren. Um dieses Tool zu nutzen muss die Karte als MapSource installer Datei (.exe) vorliegen. Hat man so eine Datei genügt ein Doppelklick darauf und man wird durch einen Assistenten geführt der die Karte installiert.

 

… oder nur kopieren

Wenn man aber direkt eine gmapsupp.img Datei bekommen kann sollte man diese nutzen. Es genügt nach dem Download und entzippen (sofern nötig) die Datei auf dem GPS-Gerät ins Verzeichnis /Garmin zu kopieren.

Für ältere Geräte wichtig: Die Datei beim Kopieren nicht umbenennen. Der Dateiname muss stimmen, sonst wird die Karte nicht gefunden. Man kann so nur 1 Karte verwenden, doch genügt dies für die meisten Anwendungsfälle.

 

Karte aktivieren

Je nach Gerät muss man nun unter den Einstellungen erst noch die neue Karte aktivieren. Um Probleme zu vermeiden deaktiviere ich jeweils die anderen Karten. (Falls diese das gleiche Gebiet zeigen.)

Wechselt man nun in die Kartenansicht sieht man die neue Karte.

 

Fazit

Das Kartenupdate funktioniert mittlerweile sehr einfach. Als Anwender kann man unter einem grossen Angebot wählen und findet meist etwas Passendes.

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Kurz-Tipp: Strecken messen in OpenStreetMap

17. Juni 2011 1 Kommentar

OpenStreetMap wächst und wächst. So ist es kaum erstaunlich dass immer mehr Leute für verschiedenste Dinge die Kartendaten nutzen möchten. Die Weboberfläche auf openstreetmap.org ist für die Suche und das Anzeigen der Karte sehr gut geeignet.
Möchte man aber eine Strecke messen steht man vor einer Herausforderung. Natürlich kann man sich anmelden, sich in die Editiertools einarbeiten und damit dann eine Wegstecke messen. Dies ist allerdings für die meisten Benutzer keine Option.

Dank dem Lizenzmodell darf man die Daten ja auch ausserhalb nutzen. Als ich letzthin ebenfalls nur kurz was messen wollte bin ich auf die Webseite von World OSM WMS gestossen. Mit einer ebenfalls recht simplen Webseite kann man dort genau das machen: Strecken und Flächen messen.

Nachdem man den gewünschten Kartenausschnitt gewählt hat, kann man mit dem Messen der Strecke beginnen. Dazu unter (1) das entsprechende Icon anklicken. Am gewünschten Startort (2) auf die Karte klicken und mit einem weiteren Klick das Ende (3) markieren. Optional kann man auch beliebig viele Zwischenpunkte (4) einfügen. Die Länge der so definierten Strecke wird unterhalb der Karte (5) angezeigt. Möchte man den Kartenausschnitt nach dem Messen verschieben genügt ein Klick auf (6) damit man wieder navigieren kann.

Wie ich finde etwas sehr praktisches das dem einen oder anderen Leser helfen könnte.

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Tools und Links für OpenStreetMap

26. Oktober 2009 1 Kommentar

Für OpenStreetMap gibt es zahlreiche Tools und Webseiten, die einem in den verschiedenen Phasen der Kartenerstellung helfen können. Das Wiki kennt wohl jeder, der sich bei OpenStreetMap beteiligt. Dies dient als primäre Anlaufstelle für fast jedes Themengebiet. Sei es das Forum für die Schweiz oder die Geräteübersicht für GPS Empfänger. Im Folgenden werde ich den Schwerpunkt auf Links ausserhalb von OpenStreetMap legen.

Zur Planung der Mapping Tour
Vor dem Start der Mapping Tour empfiehlt es sich zu schauen, was bereits erfasst wurde. Die Webseite von OpenStreetMap ist da die erste Anlaufstelle. Ich schaue jeweils auch mit JOSM nach, ob schon GPX-Tracks in der Gegend erfasst sind. Die deuten oft auf andere Mapper hin, die in der gleichen Region aktiv sind.
Google Earth finde ich jeweils auch hilfreich. Sofern die Satellitenfotos nicht 10 oder mehr Jahre alt sind, helfen diese sehr gut beim planen. Ist man zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs, ist der Lineal zum messen der Strecke praktisch.
Im dichter bebauten Gebiet ist es oft mühsam zu erkennen, wo noch einzelne Strassen fehlen. Auf http://sautter.com/map/ gibt es die Möglichkeit, die Karten von Google Maps und OpenStreetMap übereinander zu legen. Mit einem Regler kann man die eine oder die andere Karte deutlicher darstellen.

Des Öfteren stellte sich mir die Frage, ob zwei Wege miteinander verbunden sind oder ob es in der Region noch mehr Wege gibt. Ich benötigte eine genaue Karte, die alles zeigt und nicht absichtlich mit Fehlern angereichert ist. In der Schweiz haben sehr viele Gemeinden eine Karte auf ihrer Webseite. Diese basieren oft auf den Daten der amtlichen Vermessung und sind daher meistens sehr genau. Hin und wieder hat man sogar das Glück, dass ganze Regionen ihre Karten über ein Portal anbieten, wie zum Beispiel GeoSeeland.

Zur Kartenerstellung
Falls man ein Garmin GPS Empfänger besitzt, der keine GPX Dateien erzeugen kann, muss man diese erst umwandeln. Für kleinere Dateien nutzte ich den TCX->GPX Konverter. Man braucht nichts zu installieren, aber es ist halt nicht wirklich schnell und unterstützt je nach dem nicht alle Dateien. Bei mir schnitt es den Track ab, hatte ich bei der Aufzeichnung einmal Stopp gedrückt. Für solche Tracks half mir TCX Konverter.

Die Karte kann auch über die Webseite ergänzt werden. Der eingebaute Editor heisst Potlatch und ist ein Online-Editor der Flash benötigt. Er wird über den “Edit”-Reiter auf der Kartenseite gestartet. Ich konnte mich bisher damit nicht anfreunden. JOSM finde ich da angenehmer. Dies ist ein Java Programm und ist sehr leicht zu bedienen.

Zur Kontrolle
Nachdem die Karte ergänzt wurde, geht es an die Kontrolle. Mittlerweile geht es meist nur wenige Stunden, bis die Karte online ist. Falls dies aber nicht klappt oder man es schneller möchte, kann “The Information Freeway” helfen. Schneller hängt hierbei aber immer von der Warteschlange der Anfragen ab.

Keep right! kontrolliert die Karten anhand zahlreicher Kriterien. Es ist ideal um Punkte aufzuspüren, die nahe beieinander liegen und wohl nur ein Punkt sein sollten. Oder falsche Ebenen von sich kreuzenden Linien, oder falsch erfasste Tunnels und Brücken. So kann man sehr einfach die Datenqualität verbessern. Für die Webkarte mag das vielleicht keinen sichtbaren Einfluss haben, sobald man aber aus den Daten von OpenStreetMap für Navigationssysteme Wege berechnen will, wird dies eine Rolle spielen.

Ich hoffe mit dieser kleinen Auswahl ein wenig geholfen zu haben. Für Hinweise zu weiteren hilfreichen Seiten oder Tools wäre ich dankbar.

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Mein Einstieg in OpenStreetMap

25. Oktober 2009 Kommentare aus

Von OpenStreetMap habe ich wohl vor 3 oder 4 Jahren zum ersten Mal gehört. Mir gefiel die Idee, freie Geodaten zu erfassen um daraus alle möglichen Karten zu generieren. Allerdings war ich damals sehr skeptisch, ob diese riesige Aufgabe umsetzbar wäre.

Im Sommer 2008 berichtete Heise und andere Medien immer öfter über OpenStreetMap. In Hamburg war man kurz vor der Fertigstellung des Strassenplans. Aus der Idee eines Einzelnen hatte sich OpenStreetMap zu einem gewaltigen Projekt entwickelt. Sogar Ipsach war nun vorhanden, wenn auch vorwiegend nur die grösseren Strassen erfasst waren. Sobald ich mehr Zeit haben würde, wollte ich die Lücken rund um meinen Wohnort schliessen.

Es dauerte aber bis zum 25. Oktober 2008, bis ich mich mit meinem GPS-Gerät auf den Weg machte. Der Meisenweg direkt vor der Haustüre war mein Startpunkt. Es folgten Lerchen-, Finken- und Amselweg. Nachdem ich die Seitenwege erfasst hatte, ging es an den Bielersee und dort folgte ich dem Strandweg bis nach Sutz.

Wieder zu Hause folgte die Konvertierung der GPS-Daten ins Format GPX. Es dauerte ein wenig, aber ich fand am Ende eine Webseite, die diese Konvertierung erledigt. Die Daten konnte ich nun auf den Datenserver von OpenStreetMap hochladen. Mit JOSM habe ich aus der Punktspur vom GPS die Wege erfasst. Dazu genügt es wie bei einem Zeichenprogramm eine Linie über die Punkte zu ziehen. Nach dem Erfassen der Strassennamen und Bodenbeläge lud ich die Daten hoch.
Zu der Zeit wurde die Hauptkarte nur ein Mal pro Woche erstellt. Ich musste mich so bis zum nächsten Mittwoch gedulden, bevor ich meinen Beitrag angezeigt bekommen habe.

Ich war überrascht wie einfach das ganze war. Ein wenig draussen spazieren, das GPS-Gerät mitnehmen und sonst brauchte ich damals nichts. Mir gefiel dies so gut, dass ich möglichst bald wieder etwas kartieren wollte. Und so geht es mir auch ein Jahr später noch.

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