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Kurz-Tipp: Responsive Design einfach testen mit Window Resizer

Wer heutzutage Webapplikationen erstellt wird kaum um das Thema Responsive Design herum kommen. Dabei geht es um die Anpassungsfähigkeit einer Webseite an verschiedene Bildschirmgrössen. Schliesslich soll die Anwendung nicht nur auf dem Laptop bedienbar sein sondern auch auf dem Smartphone zum Verweilen einladen.

Die technische Seite wird durch Frameworks wie Bootstrap gut abgedeckt und dürfte den meisten Entwicklern bekannt sein. Wenn es allerdings ums Testen der einzelnen Auflösungen geht stutzt man das Browserfenster meist von Hand zurecht. Dies mag zwar ein gangbarer Weg sein, doch ist dies mühsam und ungenau.

Viel einfacher und schneller ist es eine entsprechende Erweiterung für den Browser zu installieren. Davon gibt es für jeden Browser mehr als genug, doch kaum eine kommt an Window Resizer von Ionut Botizan für Chrome heran. Diese Erweiterung ist auf genau einen Zweck optimiert und lässt einem die voreingestellten Fenstergrössen um beliebige eigene Formate erweitern.

Window Resizer

Für mich gibt aber eine Tastenkombination den Ausschlag Window Resizer zu verwenden: Mittels [Strg] + [Umschalt] + [Abwärtspfeil] lässt sich sehr schnell durch die einzelnen Fenstergrössen durchschalten. Dies ist sehr praktisch wenn man nicht nur wissen will ob eine bestimmte Grösse funktioniert sondern ob alles noch wie gewünscht aussieht.

Hat man sich einmal an die damit gewonnene Flexibilität gewöhnt will man so eine Erweiterung nicht mehr missen.

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5 Jahre und 100‘000 Besucher später…

2. September 2014 Kommentare aus

Vor 5 Jahren startete dieses Blog mit dem Artikel “SVN: Commits auf Tags?“. Bis heute folgten 170 weitere Blogeinträge mit einer breiten Themenvielfalt die von grossen Reisen über das Entsperren von Assemblies bis zu .Net Zertifizierungen reicht. Dieser Mix stösst noch immer auf ein reges Interesse und brachte vor einigen Tagen den 100‘000. Besucher auf dieses Seite – sofern die Statistik von WordPress halbwegs korrekt zählen kann.

Grund genug also um diese Jahresmarke mit einem eigenen Eintrag zu würdigen. Zudem ist es eine gute Gelegenheit um einmal auf das erreichte zurückzublicken. In diesen 5 Jahren konnte ich unglaublich viel lernen und mein Blog hat mir geholfen dieses Wissen so aufzubereiten, dass es nicht in kurzer Zeit wieder verloren geht. Und gehen die Details nach all der Zeit doch ein wenig vergessen hilft mir dieses Blog als Nachschlagewerk. Gemäss den Rückmeldungen die ich regelmässig erhalte geht dies nicht nur mir so. Es freut mich wenn auch andere vom hier gesammelten Wissen profitieren können. Denn Wissen ist ja bekanntlich das einzige Gut das sich vermehrt wenn man es teilt.

 

Die 10 beliebtesten Blogeinträge

Auch wenn ich immer versuche etwas Hilfreiches aufzuschreiben, so kann ich kaum je abschätzen welche Einträge ihr Publikum finden. Je nach Jahreszeit verschiebt sich die Nachfrage nach gewissen Themen, doch meistens ist die kleine Erklärung zum einlesen eines Strings über die Kommandozeile ganz weit vorne dabei. Dieser Ausflug ins Java-Land erschien im Januar 2011 und ist auch heute noch sehr beliebt.

Die Top-10 Beiträge gemessen an den Einblendungen sind:

  1. Java: String von der Kommandozeile lesen (mit java.util.Scanner)
  2. Kurz-Tipp: Strecken messen in OpenStreetMap
  3. Kopieren eines Subversion Repository
  4. Stolperfallen bei der Installation von SharePoint 2013
  5. Erste Schritte mit AngularJS
  6. svn export – oder wie man die .svn Verzeichnisse los wird
  7. CSS leicht gemacht mit Bootstrap
  8. Von Subversion zu Git migrieren
  9. SWT: GUI bei langen Aktionen nicht einfrieren lassen
  10. RavenDB: Eine Einführung

 

Englischsprachiger Ableger

Seit einem Jahr schreibe ich zudem in meinem englischsprachige Blog Improve & Repeat. Die zahlreichen Kontakte der letztjährigen NDC haben mich motiviert mein Englisch zu verbessern und regelmässig ein wenig tiefgreifender über Technologien und Konzepte zu schreiben. Die 26 Blogbeiträge die dort im ersten Jahr erschienen sind haben knapp 18‘000 Leser auf die Seite gebracht. Damit ist der Start mehr als geglückt und motiviert mich dort auch weiterhin sehr aktiv fortzufahren.

 

Wie geht es weiter?

Auch wenn ich mich in den nächsten Monaten vermehrt auf Improve & Repeat konzentrieren werde, so bedeutet dies nicht das Ende meines deutschsprachigen Blogs. Ich habe noch zahlreiche Ideen die hier besser aufgehoben sind. Allerdings könnten die Abstände zwischen den einzelnen Einträgen hier grösser werden. Wer nichts verpassen will sollte daher unbedingt den RSS-Feed abonnieren.

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Praktische Helfer rund um AngularJS

26. August 2014 Kommentare aus

Wenn man sich ein wenig tiefer mit AngularJS beschäftigt stösst man bald einmal an eine steile Lernkurve. Was mit einfachem Data Binding angefangen hat wird plötzlich sehr kompliziert – vor allem wenn es an Direktiven geht. Mit den richtigen Helfern lässt sich allerdings viel vereinfachen. Einige dieser praktischen Werkzeuge und Pakete möchte ich heute vorstellen.

 

Batarang

Eines der häufigsten Probleme auf die ich treffe sind fehlende Daten. Objekte sind nicht dort wo ich sie erwarte oder Listen enthalten nicht die gewünschten Elemente. Aus einer kleinen Änderung wird so schnell eine endlose Suche nach dem Grund eines fehlgeschlagenen Data Bindings.

Batarang ist eine Erweiterung von Chrome und kann nicht nur als Profiler und Debugger verwendet werden, sondern auch zum anzeigen des Scopes. Dies vereinfacht die Suche nach den richtigen Objekten ungemein. Die Handhabung für die einfachen Aufgaben hat man sehr schnell im Griff, für alle anderen Möglichkeiten empfiehlt sich ein Blick in die Anleitung.

Batarang

 

Mehrere Browser zusammen verwenden

Als erstaunlich hilfreich hat sich für mich die Verwendung mehrerer verschiedener Browser erwiesen. Die Fehlermeldungen im Internet Explorer sind gelegentlich besser als die im Firefox, während dieser hin und wieder bessere Meldungen erzeugt als Chrome. Und um es richtig spannend zu machen liefert dann Chrome wiederum die besseren Meldungen als der Internet Explorer.

Kurzum: Um bei einem Problem die bestmögliche Unterstützung durch die Tools für Webentwickler zu bekommen muss man alle 3 Browser installiert haben. So kann man im Fehlerfall zwischen den Browsern hin und her wechseln bis man die Ursache des Problems angezeigt bekommt.

 

Plunker

Hin und wieder genügt der Debugger nicht und es führt nichts an einem 2. Paar Augen vorbei. Um ein Minimalbeispiel ohne grossen Aufwand zugänglich zu machen hat sich für mich der Service von Plunker (Plnkr.co) als äusserst hilfreich erwiesen.

Neben der Community-Funktion gibt es vor allem einen guten Editor der einem die aktuellsten Pakete von AngularJS, Bootstrap und vielen mehr einfach integrieren lässt. So kann man sehr schnell eingrenzen ob das Problem an der eigenen Installation liegt oder ob auch auf einem funktionierenden System die gleichen Probleme bestehen.

Plunker

 

ngMock

AngularJS hat ein eigenes Mocking-Framework. Gerade wenn man Webservices nutzt die nicht unter der eigenen Kontrolle stehen oder man auf eine aufwändige lokale Installation verzichten will ist ngMock eine gute Hilfe. Damit ersetz man zwar keine durchgängigen Tests, aber man kann Probleme eingrenzen die im eigenen Code liegen.

 

ngAnimate

Um den Wechsel zwischen den einzelnen Masken und Seiten ein wenig spannender zu gestalten kann einem ngAnimate viel Arbeit abnehmen. Die entsprechenden Hooks können direkt im Code mit der gewünschten Animation verknüpft werden, was einem sehr viel Tipparbeit erspart.

 

Animate.css

Wer wie ich nicht gerne CSS-Animationen von Hand schreibt sollte unbedingt die vorgefertigten Skripte von Animate.css ausprobieren. In diese Animationen wurde sehr viel Arbeit gesteckt um einen möglichst angenehmen Bewegungseffekt zu erzielen. Um darauf aufzubauen genügt es die entsprechende CSS-Datei einzubinden und an der passenden Stelle aufzurufen.

 

Jasmine

Das JavaScript-Testframework Jasmine hatte ich hier schon kurz beschrieben. Je mehr man mit AngularJS macht desto wichtiger wird es automatisch die bestehende Funktionalität zu überprüfen. Jasmine hat sich diesbezüglich bei mir bewährt und ich kann dieses Framework nur empfehlen.

 

Fazit

Mit den richtigen Werkzeugen kann man auch bei AngularJS viel Zeit und Frust einsparen. Da diese alle kostenlos zur Verfügung stehen gibt es keinen Grund nicht einmal einen Blick auf das eine oder andere Tool zu werfen.

Wie immer freue ich mich über weitere Vorschläge um meine Arbeit noch ein wenig einfacher zu gestalten.

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Von Zeit und Datenmengen

22. Juli 2014 Kommentare aus

Bei Datenmigrationen und der Batchverarbeitung kommen 2 Bereiche zusammen bei denen viele Entwickler (mich eingeschlossen) schnell an eine mentale Grenze stossen:

  • Zeit
  • Datenmenge

Wohl ist jedem bekannt das ein Tag 24 Stunden hat und ein Terabyte aus 1024 Gigabyte besteht. Und doch kommt es immer wieder zu bösen Überraschungen.

 

Eine Optimierung am Code ist reine Zeitverschwendung, da die Arbeit in einer Sekunde erledigt ist.

 

Wer hat nicht schon solche Aussagen gehört? Das Problem von dieser einen Sekunde ist nicht die Dauer. Das Problem liegt in der impliziten Aussage über die Geschwindigkeit. Eine Sekunde ist kurz, meine Arbeit gross und daraus folgt mein Code ist schnell. Wenn es so doch nur so einfach wäre…

 

Wie lange kann es auf der Produktion schon gehen wenn es auf dem Testsystem gar nicht messbar ist?

 

Ist die wohl noch schönere Frage. Wer schon einmal versuchte eine grössere Datenmenge zu migrieren kennt die unbequeme Antwort: Lange – viel zu lange.

 

Was genau messen wir?

Wie immer wenn etwas gemessen wird kommt es auf die Relevanz an. Ob 1 Sekunde schnell oder langsam ist hängt davon ab, was darin gemacht wurde. Wie viele Datensätze wurden verarbeitet? Und in welchem Verhältnis steht diese Datenmenge zum Zielsystem?

Die einzelnen Sekunden summieren sich sehr schnell, alles was es dazu braucht ist eine unterschiedliche Menge an Daten auf dem Test- und auf dem Produktionssystem. Bei einem linearen Anstieg wächst die Verarbeitungsdauer gleichmässig mit der Datenmenge. Verdoppelt sich die Datenmenge, verdoppelt sich auch die Verarbeitungsdauer. Hat man 60x mehr Daten in der Produktion als auf dem Testsystem wird aus dieser einen Sekunde bei der Einführung eine Minute.

 

Eine Hochrechnungstabelle

Was passiert aber wenn man statt auf dem Testsystem auf dem Entwicklungssystem gemessen hat? Da ist das Verhältnis vielleicht nicht 1:60, sondern 1:1’000, 1:10’000 oder gar 1:100’000. Wie lange waren nochmal 100’000 Sekunden?

Diese kleine Hochrechnungstabelle nimmt das Rechenbeispiel auf und geht von einer Sekunde für eine bestimmte Menge von Daten aus. 10x mehr Daten ergeben den Faktor 10, der für diesen linearen Anstieg auch in einer 10x längeren Dauer resultiert:

Faktor Datenmenge Dauer
1 00:00:01
10 00:00:10
100 00:01:40
1’000 00:16:40
10’000 02:46:40
100’000 27:46:40 oder 1 Tag 03:46:40
1’000’000 277:46:40 oder 11 Tage 13:46:40

Die 100’000x mehr Daten machen aus der getesteten Sekunde bei der Einführung eine Aufgabe die sich in einem Tag nicht mehr abschliessen lässt. Aber schon bei 10’000x mehr Daten dürfte so mancher Einführungsplan in den kritischen Bereich kommen.

 

Probleme vermeiden

Diese Probleme lassen sich am einfachsten dadurch vermeiden, dass man die Performance-Messungen auf vergleichbaren Systemen mit vergleichbaren Datenmengen macht.

Ist es nicht möglich muss man die Werte entsprechend umrechnen. Dies ist viel aufwändiger und weniger genau, aber immer noch besser als sich einzureden die Arbeit sei in einer Sekunde erledigt. Dabei gilt es aber nicht nur die Datenmenge zu bedenken. SSD-Festplatten sind gerade in Kombination mit kleinen Datenmengen deutlich schneller als so manche Server-Festplatte. Von CPU, Netzwerk und Systemdiensten die auch noch laufen ganz zu schweigen.

 

Fazit

Wenn man eine Performance-Messung nur auf die Dauer reduziert führt dies zu völlig falschen Annahmen. Um lange Wartezeiten bei der produktiven Einführung zu verhindern muss daher unbedingt beachtet werden wie sich die Daten und Systeme gegenüber der Produktion unterschieden. Mehr Daten bedeutet eine längere Verarbeitungszeit. Und nur weil es auf irgendeinem System schnell ist bedeutet dies nicht automatisch das man aufs optimieren verzichten kann. Ganz abgesehen davon dass eine exponentielle Zunahme der Verarbeitungszeit alles noch viel schlimmer macht…

 

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SyncToy: Ein kleiner Backup-Helfer

15. Juli 2014 2 Kommentare

An Backups denkt man in der Regel erst wenn es zu spät ist. Vorher ist es immer zu aufwändig und man glaubt eh keine wichtigen Dateien zu haben die nicht noch irgendwo anders gespeichert sind. Um nicht eines besseren belehrt zu werden würde es genügen die Daten nur regelmässig auf ein externes Laufwerk zu sichern.
Mit SyncToy gibt es ein kleines Programm das genau für diesen Zweck gemacht wurde.

 

Download und Installation

SyncToy kann bei Microsoft als 32 oder 64bit Version heruntergeladen werden. Welche Version man wählt spielt keine Rolle. Bisher konnte ich keine Unterschiede feststellen die über das Installationsverzeichnis hinausgehen (Programme oder Programme (x86)).

Der Installationsdialog ist erstaunlich umfangreich und will sehr viele Bestätigungen. Wiederholtes klicken auf “Next” genügt zur Installation allerdings vollkommen.

 

Konfigurieren

Nach dem ersten Start begrüsst einem dieser einfache Dialog mit der Aufforderung ein Verzeichnispaar zu erstellen:

SyncToy

Der Dialog zum Erzeugen des Verzeichnispaares unterscheidet zwischen linkem (Left) und rechtem (Right) Ordner. Um meinen persönlichen Ordner zu sichern wähle ich diesen als linken Ordner aus und als rechten Ordner das Verzeichnis “Z:\Air\User.JGR”:

SyncToy 1. Schritt

Rechter und linker Ordner sind wenig gebräuchliche Begriffe. “Quelle” und “Ziel” dürfte einem bekannter sein. Allerdings kommt es sehr darauf an was man mit diesen beiden Ordnern machen will. Dies legt man auf dem 2. Schritt fest:

SyncToy 2. Schritt

Zur Auswahl stehen einem diese Optionen:

  • Synchronize: Neue, veränderte und gelöschte Dateien werden in beide Richtungen synchronisiert.
  • Echo: Veränderungen (hinzufügen, löschen, verändern) im linken Ordner werden auf den rechten appliziert.
  • Contribute: Nur neue und veränderte Dateien aus dem linken Ordner werden in den rechten Ordner übertragen. Im linken Ordner gelöschte Dateien bleiben im rechten Ordner erhalten.

Welche Option man auswählen soll hängt ganz vom Einsatzweck ab. Echo und Synchronize unterscheiden sich dadurch ob auch mit dem rechten Ordner gearbeitet wird. Ist dies der Fall sollte man Synchronize verwenden. Will man die Ordner nur 1:1 sichern genügt Echo.
Contribute kann einem dabei helfen auch gelöschte Dateien zurück zu holen. Da keine Dateien gelöscht werden muss man sich selber ums aufräumen kümmern.

 
Zum Abschluss benötige dieses Ordnerpaar noch einen Namen, unter dem man später die beiden Verzeichnisse identifizieren kann:

SyncToy 3. Schritt

 

Ordner synchronisieren

SyncToy lässt einem die Ordnerpaare einzeln oder gemeinsam ausführen. Letzteres ist vor eine Arbeitserleichterung da man sich nicht an alle gemachten Änderungen erinnern muss. Je nach Anzahl Änderungen, der Datenmenge oder der Geschwindigkeit des angehängten Laufwerkes muss man sich nach einem Klick auf “Run all” ein wenig gedulden:

SyncToy Resultat

 

Fazit

Mit SyncToy gibt es ein kleines Tool mit dem man einfach seine Daten sichern kann. Nach einer einmaligen Konfiguration genügt dafür ein einziger Klick. Dennoch ist es flexibel genug um auch spezielleren Wünschen bei der Synchronisierung Rechnung zu tragen.

Empfehlung: Unbedingt ausprobieren!

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Tipps für die Vorbereitung der Zertifizierungen 70-480 (HTML5 & JavaScript) und 70-492 (Upgrade MCSD: Web Applications)

30. Juni 2014 Kommentare aus

Nach gut 2 Jahren SharePoint war es wieder an der Zeit mein Wissen bezüglich Webanwendungen auf einen aktuellen Stand zu bringen. Ich nutzte diese Gelegenheit um auch gleich meine Microsoft-Zertifizierungen zu aktualisieren. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse bei der Prüfungsvorbereitung sind das Thema dieses Beitrages.

 

Sinn und Zweck der Zertifizierungen

Zertifizierungen haben nicht gerade einen guten Ruf. Geht es dann noch um eine Zertifizierung von Microsoft über ein Thema wie HTML5 nimmt das Verständnis nochmals deutlich ab. Zu viel machte Microsoft im letzten Jahrzehnt in diesem Bereich falsch. In den letzten Jahren hat aber ein gründliches umdenken stattgefunden, das glücklicherweise nicht nur auf die Entwicklungsabteilung von Microsoft beschränkt ist. Bei der Zertifizierung 70-480 geht es um HTML5 und nicht ein nur von Microsoft verwendete Teilmenge. Man kann das gelernte somit auch problemlos bei einem Rails-Projekt einsetzen.

Für mich liegt der Sinn dieser Zertifizierungen darin, dass man sich mit der ganzen Bandbreite der jeweiligen Technologie auseinandersetzen muss. Im Alltagseinsatz nutzt man oft nur wenige Funktionen und beschränkt seine Lösungen auf das bekannte. Muss man sich aber mit allen Web-Frameworks von Microsoft beschäftigen entdeckt man neue Möglichkeiten um passendere Lösungen zu entwickeln. Das geht allerdings nur wenn man sich in der Vorbereitungsphase vertieft mit der Materie beschäftigt – nur einen Braindump auswendig lernen genügt da nicht.

 

Starker Praxisbezug

Die neuste Generation der Microsoft-Zertifizierungen ist äusserst praxisbezogen. Ohne praktische Kenntnisse und Programmiererfahrung kann man diese Prüfungen nicht bestehen. Die Fragen gehen stellenweise sehr in die Details, im Gegensatz zu früher aber ausnahmslos in relevante Bereiche die jedem bekannt sind der die entsprechende Technologie bereits verwendet hat.

 

Vorbereiten auf 70-480

Die erste Anlaufstelle ist noch immer die Prüfungsseite. Darin werden die geprüften Themen aufgeführt und es finden sich Links zu Büchern und Vorbereitungskursen. Die Bücher brachten mich bei dieser Zertifizierung allerdings nicht weiter. Der “Training Guide” ist nicht für die Prüfung gedacht und das Buch “Exam Ref 70-480″ ist nach mehreren Verschiebungen wohl frühestens Ende Juli erhältlich. Als Alternative kann ich diese 3 Bücher empfehlen

Basierend auf der Liste der bewerteten Fähigkeiten habe ich auf GitHub eine Linksammlung und zahlreiche Beispiele zusammengetragen. In Kombination mit den Übungsfragen von MeasureUp und sehr vielen praktischen Übungen habe ich mir das benötigte Wissen aufgebaut und die Prüfung erfolgreich bestanden.

 

Vorbereitung 70-492

Das Upgrade von MCPD Web Developer 4 auf MCSE Web Applications war eine grössere Herausforderung, da hier 2 Zertifizierungen (70-486 zu ASP.Net MVC 4 und 70-487 zu Azure und Web Services) kombiniert werden. Um es richtig spannend zu machen werden diese Teile einzeln bewertet und die schlechtere Punktezahl ist entscheidend für das bestehen der Prüfung.

Die Themenvielfalt der bewerteten Fähigkeit auf der Prüfungsseite erstaunt daher nicht. Allerdings gibt es für einmal weder passende Bücher noch entsprechende Übungsfragen. Ich konnte diese Lücke mit den vielen Kursen von Pluralsight rund um Azure, ASP.Net MVC und Web API füllen. Dies benötigte zwar viel Zeit, allerdings kann ich einige der präsentierten Ansätze ohne grosse Änderungen direkt für produktive Zwecke verwenden. Die Namen der entsprechenden Kurse habe ich zusammen mit der Linkliste ebenfalls auf GitHub veröffentlicht.

Rückblickend wäre es wohl dennoch einfacher gewesen die entsprechenden Übungsfragen und Exam Ref Bücher zu 70-486 und 70-487 zu verwenden.

 

Fazit

Gegenüber den 2010er Zertifizierungen haben die Prüfungsfragen an Praxisbezug gewonnen und fordern viel Wissen von den Kandidaten. Damit wächst aus meiner Sicht auch die Relevanz der aktuellen Microsoft-Zertifizierungen.

Neben fundierten Praxiskenntnissen ist für eine Vorbereitung aber auch ein genaues Studium der bewerteten Fähigkeit wichtig. Falls die von mir zusammengetragenen Links dabei helfen würde ich mich über eine entsprechende Rückmeldung freuen.

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5 Podcasts für Software-Entwickler

17. Juni 2014 4 Kommentare

Podcasts sind für mich ein sehr angenehmes Format um mich auf dem Laufenden zu halten. Alles was es braucht ist eine Mobiltelefon und eine vernünftige App die Podcasts verwalten kann. Und natürlich die passenden Podcasts. Heute möchte ich 5 Podcasts vorstellen die ich regelmässig höre und ich für Software-Entwickler empfehlen kann.

Mir gefällt an diesen Podcasts vor allem der regelmässige Blick über den Tellerrand. Sich nicht nur auf ein spezifisches Thema oder eine Technologie zu limitieren macht angesichts der kurzen Halbwertszeit von Frameworks und Toolkits Sinn. So bleiben viele der besprochenen Themen auch dann noch relevant wenn wir schon den nächsten Hype vor uns haben.

 

Ruby Rogues

Ruby Rogues ist eine wöchentliche Diskussionsrunde die sich vorwiegend um Ruby dreht. Hat man sich einmal an das wilde Durcheinander gewöhnt schätzt man sehr bald den grossen Themenmix und das fundierte Wissen der Moderatoren.

Neben dem Book Club gefallen mir besonders die Episoden bei denen es um allgemeine Themen wie dem Lernen oder Software-Qualität geht. Hier kommen aus meiner Sicht die unterschiedlichen Erfahrungen der Rogues besonders gut hervor und ermöglichen sehr spannende Diskussionen.

Ein grosses Plus für diesen Podcast sind die Abschriften die es für jede Folge gibt. Damit kann man auch später einzelne Themen oder Links einfach finden ohne sich die genaue Folge merken zu müssen.

 

Hanselminutes

Scott Hanselman dürfte den meisten .Net Entwicklern durch seine Präsentationen rund um ASP.net bekannt sein. Sein Podcast Hanselminutes ist glücklicherweise keine Microsoft-Werbeveranstaltung sondern behandelt die Themen die ihn persönlich interessieren.

Jede Woche bespricht Scott mit einem Gast in rund 30 Minuten ein Thema aus dem IT-Bereich. Dabei ist es immer wieder erstaunlich mit wie viel Hintergrundwissen seine Gäste aufwarten können.

Besonders lustig wird es wenn Richard Campbell ein bis zwei Mal pro Jahr für eine Hanselminutiae Folge zu besuch kommt. Diese Gespräche über alles was die beiden gerade so machen sind sehr spannend und die Liste von Gadgets meist endlos.

 

This Developer’s Life

Leider nur sehr unregelmässig und mit grossen Pausen erscheint This Developer’s Life. Die Gemeinschaftsproduktion von Scott Hanselman und Rob Conery nimmt sich in rund einer Stunde grösseren Themen an, die einem meist sehr lange im Gedächtnis haften bleiben. Space, Typo, Cancer und Getting Fired sind nur eine kleine Auswahl der Themenvielfalt.

 

.Net Rocks!

Carl Franklin und Richard Campbell machen zusammen seit einer gefühlten Ewigkeit .Net Rocks. Thematisch sind die beiden in der .Net Welt beheimatet und kennen dort alles was Rang und Namen hat.

Mit 2 Folgen a 60 Minuten pro Woche ist es kaum möglich alle Folgen zu hören. Bei der Menge kann man aber problemlos einen “eigenen” Kanal mit ausgewählten Episoden zusammenstellen und hat immer noch genug Material.

 

Herding Code

Herding Code erscheint rund alle zwei Wochen und wird von K. Scott Allen, Kevin Dente, Scott Koon und Jon Galloway moderiert. Thematisch ist dieser Podcast noch mehr auf .Net fokussiert als .Net Rocks, was einem durch die unterschiedlichen Meinungen ein recht genaues Bild über das .Net Ökosystem liefert.

 
Soweit meine Liste mit Podcasts. Da auch ich gerne neue Podcasts kennen lernen sind weitere Empfehlungen sehr willkommen.

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